Fein und eingängig

Von Werner Leiss

Die Musikkultur der Garifuna, vorwiegend in Mittelamerika ansässig, wurde 2007 durch das Album „Wátina“ von Andy Palacio und dem Garifuna Collective einer interessierten Öffentlichkeit näher bekannt. Die Garifuna sind eine Verschmelzung einstiger westafrikanischer SklavInnen mit Kariben, die ihrerseits mit von ihnen unterworfenen Arawak verschmolzen sind. Das Kentern zweier Sklavenschiffe 1635 vor St. Vincent hat es möglich gemacht. Gerade auch in Belize wird die Kultur hochgehalten.

Andy Palacio verstarb kurz nach Erscheinen des ersten Albums, das Kollektiv existiert in veränderter Besetzung nach wie vor und legt hier mit „Ayó“ abermals ein interessantes, feines Werk vor. Produziert wurde es wieder von Ivan Duran. Geblieben sind die eingängigen Melodien und feurigen Rhythmen, zu denen auch Desiree Diego mit ihren Maracas beiträgt. Einer derjenigen, der in die Fußstapfen von Palacio treten könnte, ist der Sänger Lloyd Augustine, der sich schon mit seiner Interpretation von Punta, einer Upbeat-Version von Garifuna-Tanzmusik, einen Namen gemacht hat. Er schrieb auch den Titelsong, ein Abschied von seinem einstigen Mentor.

The Garifuna Collective
Ayó
Cumbancha, Vertrieb. Hoanzl

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