Filme für alle

Von Werner Hörtner ·

Die edition Filmladen bringt Höhepunkte des heimischen Filmschaffens auf DVD preisgünstig – und erfolgreich – auf den Markt.

Viele von uns in der „Szene“ haben sie schon gesehen, die hoch gelobten, vielfach preisgekrönten Werke des heimischen Dokumentarfilms der letzten Jahre: „Darwin’s Nightmare“, „We feed the world“, „Working man’s Death“. Oder aus Deutschland den Klassiker „Septemberweizen“ von Peter Krieg (s. SWM 3/08). Nunmehr braucht man allerdings nicht mehr zu warten, bis sie im Kino anlaufen oder im Fernsehen gezeigt werden. Der Filmladen Filmverleih, der in Österreich seit mehr als einem Vierteljahrhundert anspruchsvolle Spiel- und Dokumentarfilme vertreibt, hat vor zwei Jahren mit einer DVD-Reihe begonnen, der „edition Filmladen“.
Die oben angeführten Filme und noch einige mehr, wie „Neue Welt“, „Footprint – Der ökologische Fußabdruck“, „Die letzten Zöglinge“, „Havanna Blues“ und zuletzt auch „Die Fälscher“ werden in dieser Edition vertrieben. Die Reihe wächst kontinuierlich. Mit „Karo und der Liebe Gott“, der Geschichte eines kleinen Mädchens, das sich auf humorvolle Weise bei der höchsten moralischen Instanz über die bevorstehende Trennung seiner Eltern beschwert, wurde der erste Kinderfilm ins Programm aufgenommen. Damit wurde zugleich ein neuer Schwerpunkt der Edition eröffnet.

Um ein größeres Publikum zu erreichen, baut Cornelia Dür, zuständig für den Erfolg der DVD-Reihe, alternative Vertriebsschienen auf, z.B. mit Südwind-Buchwelt, der EZA, dem ÖGB, der Zeitschrift Falter bis hin zur Bäckerinnung – für Erwin Wagenhofers „We feed the World“. Dieser in Zeiten der globalen Ernährungskrise besonders aktuelle Film ist auch – mit über 15.000 verkauften Exemplaren – der Verkaufsschlager unter den Dokumentarfilmen, übertroffen nur mehr vom Oscar-Preisträger 2008 „Die Fälscher“ mit 25.000 Stück.
Die meisten Dokumentarfilme sind vom Unterrichtsministerium ausdrücklich für den Einsatz an Schulen empfohlen. Eine sehr sinnvolle Verwendung, stellen doch Themen wie Ernährung, Umwelt, Nachhaltigkeit, Klima für die Zukunft unseres Planeten entscheidende Fragestellungen dar. Gegen eine kleine Lizenzgebühr (vier bzw. sieben Euro) können die Filme an Schulen und Bibliotheken vorgeführt werden. Die meisten dieser Filme sind von Bonusmaterial und eigens aufbereitetem Unterrichtsmaterial begleitet.
Weniger als Schulfilm geeignet ist wohl Sabine Derflingers „42plus“, die Geschichte eines Seitensprungs einer attraktiven Medienfrau im italienischen Feriendomizil. Interessant hingegen, dass die KäuferInnen dieser DVD eine besondere Vorliebe für „Das fliegende Klassenzimmer“ zeigen, 2003 vom Deutschen Filmpreis als bester Kinderfilm ausgezeichnet …


Sämtliche Titel können im Online-Shop http://shop.filmladen.at heruntergeladen oder über den Handel bezogen werden. Auf der Website finden sich ausführliche Informationen zu den Filmen.

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