Für wen die Saat aufgeht

Früher wurde Saatgut auf den Bauernhöfen produziert. Längst hat die Chemieindustrie darin ein weiteres lukratives Geschäftsfeld entdeckt. Weltweit existieren cirka 1.500 Saatguthersteller, davon 500 in den USA und 400 in Europa. Die Konzentrationsbewegung hält noch an. Alle Mutterkonzerne sind im „Agrobusiness“ – neudeutsch „Life Science“-Sektor – tätig, sei es über Nahrungsmittel, Agrarhandel oder Agrarchemie. Zu diesen finanzstarken Firmen gehören etwa Aventis, Bayer, Monsanto, DuPont oder Zeneca. Sie werden – so ist die Prognose – auf immer stärker umkämpften Märkten bei steigenden Forschungs- und Entwicklungskosten Zuwächse am Marktvolumen verzeichnen und kleinere Unternehmen verdrängen. Hierbei wird vor allem die Patentfrage eine Rolle spielen. Da mittlerweile auf gentechnisch eingeführte Gene ein Patent erhoben werden kann und damit indirekt die ganze Pflanze patentiert wird, können Züchter nur bei Zahlung von entsprechenden Lizenzgebühren mit dieser Pflanzensorte weiterzüchten.
Quelle: Globalisierung in der Speisekammer (siehe „Zum Weiterlesen“, Seite 34)

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