Gegen Weltbank und Milleniumsrunde

Von Peter Nowak ·

Das internationale Netzwerk PGA mobilisiert gegen die neoliberale Weltunordnung

Rund 150 Menschen aus aller Welt haben sich auf Einladung der KRRS Ende August eine Woche lang in einem Kulturzentrum in der südindischen Provinz Karnataka zur zweiten Konferenz von „Peoples Global Action“ (PGA) getroffen, um das weltweite Widerstandsnetz gegen den „globalisierten Kapitalismus“ und seine Welthandelsorganisation (WTO) fester zu knüpfen.

In dem PGA-Netzwerk sind indigene Gruppen, Frauen- und LandarbeiterInnenorganisationen, aber auch einzelne Gewerkschaften vertreten. PGA steht in Frontstellung sowohl zur traditionellen Linken als auch zur Lobbyarbeit etablierter Nichtregierungsorganisationen, denen sie ein zu großes Naheverhältnis zu Regierungen vorwirft. Die erste PGA-Konferenz fand im Februar 1998 in Genf statt. Wenige Wochen später, im Mai 1998, meldete sie sich während der WTO-Ministerkonferenz mit verschiedenen Protestaktionen in Genf lautstark zu Wort.

INI = In diesem Jahr war die International Continental Caravan (ICC) das zentrale PGA-Projekt. 500 AktivistInnnen aus Indien, Nepal, Brasilien, Argentinien und Nicaragua tourten durch Westeuropa, um über die Folgen der kapitalistischen Weltordnung auf den Großteil der Bevölkerung ihre Länder zu informieren und sich an den Protesten gegen den Weltwirtschaftgipfel in Köln zu beteiligen.

Auch in Zukunft will das PGA auf der internationalen Gipfeldiplomatie der Herrschenden Widerstand entgegensetzen. Vom 29. November bis 3. Dezember hält die WTO ihren Gipfel im US-amerikanischen Seattle ab. In diesen Tagen wollen Protestgruppen in der Stadt ein „Festival des Widerstands“ veranstalten. Die Palette der geplanten Aktionen reicht von kulturellen Darbietungen bis zur Blockade sämtlicher Zufahrtswege.

Besonders im Visier hat das PGA den sogenannten Milleniumsrunde, eine in Seattle beginnende Runde von Marathon-Verhandlungen, mit denen die WTO die weitere Liberalisierung des Welthandels für das nächste Jahrtausend durchsetzen will. Die PGA-AktivistInnen hoffen jenes Spektrum wieder mobilisieren zu können, das vor zwei Jahren gegen das Multinationale Abkommen für Investitionen (MAI) erfolgreich protestierte.

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