Globale Generation

Auch in der dritten Lebensphase wollen Menschen unsere globalisierte Welt verstehen und mitbestimmen. In einem Projekt tauschen sie sich über Landesgrenzen hinweg miteinander aus.

Von Andrea Sommerauer
Global denken: Bewusstsein über Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Je mehr wir uns miteinander beschäftigen, desto mehr finden wir uns selbst und in Gemeinschaft wieder“, philosophiert der Pensionist Ulli zum Abschluss einer 15-tägigen Workshopreihe. Seit 2010 wollen die Südwind Agentur, die deutschen Organisationen Weltfriedensdienst und Brücke-Most-Stiftung sowie die ungarische BOCS Foundation den Begriff der „Globalen Generation“ in einem EU-Projekt um Aspekte erweitern, die die dritte Lebensphase betreffen. Dieses Bildungsangebot für Menschen, die sich auch nach dem Pensionsantritt mit ihrem Erfahrungsschatz gesellschaftlich einbringen wollen, stellt das Herzstück des Projekts dar. Von der eigenen Lebenswelt werden die Fühler zu anderen Menschen über Landesgrenzen hinweg in die globalisierte Welt ausgestreckt.

Highlight 2010 war der Besuch von Juba Khuzwayu von der südafrikanischen Friedensorganisation SINANI in Innsbruck. Er thematisierte Rassismus hier und dort, einst und jetzt – und die Überraschung ob der vielen Gemeinsamkeiten, aber auch der Verschiedenheiten in den Ländern war groß. Gelegenheiten, das Projekt „Global Generation“ kennenzulernen, gibt es viele: bei Veranstaltungen, im Zuge einer Ausstellung mit Porträts von Menschen aus den beteiligten EU-Ländern und aus dem südlichen Afrika oder bei Fortbildungen von MultiplikatorInnen, die mit Menschen im dritten Lebensalter arbeiten. Für die Workshopreihe 2012 sind noch Plätze frei.
www.global-generation.org
andrea.sommerauer@suedwind.at

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