Liebe Südwind-Redaktion!

Von Redaktion ·

Bangkoks Verkehr droht ständig der Kollaps. Da ist es lobenswert, dass sich die hiesigen Politiker Gedanken machen, wie man das Chaos in den Griff bekommen kann. In den vergangenen Jahren hat sich einiges getan: Wir haben die Hochbahn – den „Skytrain“ (BTS) – und eine U-Bahn (MRT).

Seit neuestem verfügt Bangkok auch über ein „Bus Rapid Transit“-System, kurz BRT. Allerdings ging dem Ganzen eine echte Nervenbelastung voraus. So habe ich es jedenfalls in meinem Stadtteil erlebt. Schon während diese Linie in Bau war, wurde eine Fahrspur komplett für das BRT-System gesperrt. Und sie ist es bis heute, schließlich sollen die Rapid-Busse zügig vorankommen. Die Folge war, dass schon damals der Stau auf den verbliebenen Spuren schlimmer war denn je. Da die nächste „Skytrain“-Station etwa drei Kilometer von meiner Haustür entfernt ist, muss ich irgendwie mit einem fahrbaren Untersatz dorthin. Manchmal habe ich dafür fast eine Stunde gebraucht.

Doch das Projekt war von Korruptionsvorwürfen begleitet und zwischenzeitlich tat sich nichts – bis zur Eröffnung der ersten Route im Mai 2010. Anschließend ging bei den Ampelschaltungen alles durcheinander. Sämtliche Fahrzeuge, außer den neuen Bussen, mussten ewig warten, bis es für ein paar Sekunden grün wurde. Und auch BRT-Fahrgäste brauchen Geduld: Bisweilen kommt eine halbe Stunde lang gar kein Bus.

Bangkoks Verkehr hat sich immer noch nicht merklich entzerrt. Wobei sich aber jeder leicht ausrechnen kann, wie es auf den Straßen aussehen würde, wenn wir hier überhaupt kein BTS-, MRT- oder eben BRT-System hätten. Der Kollaps wäre längst erfolgt.
Nicola Glass

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