Im Schatten des Muttertags

Mutter werden kann lebensgefährlich sein. Darauf macht die Initiative Mutternacht diesen Mai in Wien aufmerksam.

Von Nora Holzmann
Risiken von Teenagerschwangerschaften: Darauf will die Mutternacht heuer aufmerksam machen.

Ein Blumenstrauß, eine gute Bonbonniere und vielleicht ein schönes Gedicht für die Mama: Am 12. Mai ist wieder Muttertag. Aber nicht allen ist nach Feiern zu Mute. Die Initiative Mutternacht, ein Zusammenschluss von über 20 österreichischen NGOs, macht heuer das vierte Jahr in Folge rund um den Muttertag auf die Themen Müttergesundheit und Müttersterblichkeit aufmerksam. 350.000 Mütter sterben jährlich während der Schwangerschaft oder der Geburt – fast alle von ihnen in Ländern des globalen Südens –an Todesursachen, von denen die meisten zu verhindern wären.

Erstmals hat die Initiative Mutternacht einen konkreten inhaltlichen Schwerpunkt: Es geht um Teenagerschwangerschaften. Denn Komplikationen während der Schwangerschaft oder der Geburt sind die Haupttodesursache bei 15- bis 19-jährigen Mädchen in so genannten Entwicklungsländern.

Ein ernstes Thema, das die OrganisatorInnen der Mutternacht mit Hilfe einer auflockernden Straßenaktion an die Öffentlichkeit bringen möchten: Am 7. Mai veranstalten sie auf der Wiener Mariahilfer Straße einen Sex-Quiz, bei dem PassantInnen Fragen zur reproduktiven Gesundheit beantworten sollen. Kleine Preise winken, darunter etwa Kondome oder Gleitgel.

Am 15. Mai wird dann im Rahmen der Tagung „Wenn Kinder Kinder kriegen“ gemeinsam mit zahlreichen Expertinnen über Teenagerschwangerschaften im nationalen und globalen Kontext diskutiert. 

www.mutternacht.at
Tagung „Wenn Kinder Kinder kriegen“: 15. Mai, 16-20 Uhr, Diplomatische Akademie Wien. Anmeldung:  registration@da-vienna.ac.at

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