In acht Tagen um die Welt

Von red ·

„moving cultures“ präsentiert wieder einmal die Universalität der Musik in Wien – diesmal an verschiedenen Spielstätten und eine Woche lang.

Kulturen in Bewegung – moving cultures –, die Service- und Informationsstelle für Kultur beim Wiener Institut für Entwicklung, bemüht sich seit mehr als zehn Jahren um die Erweiterung der künstlerischen und kulturellen Horizonte in Österreich. Unter anderem durch Zusammenarbeit und Austausch mit den Kulturschaffenden aus der so genannten Dritten Welt – die in kultureller Hinsicht oft die erste ist – und Österreich sowie durch Weltmusikveranstaltungen bei uns. Seit einigen Jahren ist der Wiener Bezirk Favoriten und der dort liegende Böhmische Prater ein Schwerpunktgebiet dieser Aktivitäten.
In den letzten zwei Jahren haben die Weltmusiktage im Böhmischen Prater Tausende Menschen angezogen. Heuer gibt es noch zusätzlich ein Programm, an dem sich mehrere Veranstaltungshäuser beteiligen. Amjad Ali Khan aus Indien eröffnet den Reigen am 8. Mai mit klassisch-indischer Musik, gespielt auf der Sarod, das vierköpfige Ensemble Huun Huur Tu bringt Obertonmusik aus Tuwa, einer russischen Teilrepublik im Osten Asiens. Die Sängerin Maria João aus Portugal ist ein musikalisches Ereignis; ihre Stimme verleiht allen Facetten menschlicher Emotionalität Gestalt. Sie wird begleitet von dem brasilianischen Pianisten Mario Laginha, mit dem sie schon seit Jahren zusammenspielt. Mit von der Partie sind noch der Schlagzeuger Alexandre Frazao und der Bassist Yuri Souza, beide ebenfalls aus Brasilien. Das Quartett tritt an fünf Tagen im Birdland auf.
Die Manou Gallo Experience schließlich besteht aus Musikern aus Côte d’Ivoire, Kuba und Belgien.

Im Böhmischen Prater gibt es dann am Pfingstwochenende Mitte Mai wieder das große weltmusikalische Treiben mit Gruppen aus allen Kontinenten und oft auch selbst interkulturell zusammengesetzt – und alles bei freiem Eintritt. Und es wäre kein Böhmischer Prater, gäbe es nicht auch genügend Möglichkeiten für Speis und Trank. Aber nicht nur der Gaumen wird verwöhnt, sondern auch der Tastsinn, denn ein Bazar bietet eine Vielfalt an schönen Accessoires wie feine Tücher, Gewänder, Schmuck und allerlei schöne Waren aus fernen Ländern.
Informationen können sich die BesucherInnen an Infoständen von mehreren NGOs einholen, welche über aktuelle politische, soziale und kulturelle Themen aufklären.

Die genauen Termine siehe Kasten im Terminkalender; nähere Infos auf www.movingcultures.org

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