In dA Fremde

Von Redaktion ·

Hien H., 46, aus Vietnam, lebt seit ihrem zehnten Lebensjahr in Österreich.

Ich war neulich nach längerer Zeit wieder in meiner Heimat. Da ist mir aufgefallen, dass die Menschen sich dort anders begrüßen als hier. Je nachdem, wie alt die Person ist, oder in welcher (verwandtschaftlichen) Beziehung man zum Gegenüber steht, wird dieses angesprochen: „Chao ong“ heißt, z.B., „Hallo, älterer Herr bzw. Großvater“, oder „chao chi“ „ältere Schwester“ usw. Es ist für Fremde nicht leicht zu durchschauen, wie man wen ansprechen soll. Selbst für mich ist es nicht einfach. Besonders wenn ich mir nicht sicher sein kann, ob jemand älter oder jünger ist als ich.

Dennoch finde ich diese Art der Begrüßung schön. Sie ist ein Zeichen des Respekts, aber gleichzeitig wird dadurch die Distanz zu einer gerade noch fremden Person geringer.

In Österreich sind Anreden wie „Grüß Gott“ oder „Guten Tag“ anonymer. Dafür muss man nicht lang überlegen, wie man eine Person anspricht.

­­(Aufzeichung: cs)

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