„In Mexiko kommt man mit allem davon“

Warum die mexikanische Bevölkerung weder an Wahlen noch an Institutionen glaubt, die korrupte Regierung Unterstützung aus dem Ausland erfährt und die Lage trotzdem nicht hoffnungslos ist, erklärt Politikwissenschaftler John M. Ackerman im Interview mit Redakteurin Christina Bell.

Tausende Menschen protestierten in den vergangenen Monaten gegen die mexikanische Regierung und gegen das herrschende Klima von Gewalt und Repression. Für wie wahrscheinlich halten Sie einen Wandel in Mexiko?John M. Ackerman: Die derzeitige Situation ist unhaltbar. In der Regierung sitzen Menschen, die keine Vorstellung von Demokratie oder Pluralismus haben. Seit die PRI, die „Partei der institutionalisierten Revolution“, 2012 wieder an die Macht gekommen ist (davor regierte sie durchgehend von 1929 bis 2000, Anm.), versucht sie, die Meinungsfreiheit abzuschaffen, auf der Straße wie in den Medien. Die Entlassung von Carmen Aristegui – der einzigen Journalistin im ganzen Land, die die Regierung öffentlich...

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