Jenseits der Imagewerbung – Starbucks

Von Sarah Irving ·

Umsatz 2005: 6,4 Mrd. US-Dollar
Werbeaufwendungen 2005:
87,7 Mio. Dollar
Produkt: Kaffeehäuser

Image
In Auslagen von Starbucks-Geschäften wird Fairtrade-Kaffee beworben, die Vorteile für KaffeeproduzentInnen im Süden werden erläutert.

Realität
Fairtrade-Anteile: Laut den Starbucks-Zahlen für 2005 stammten nur 3,7% des verkauften Kaffees aus zertifizierten Fairtrade-Quellen. Weitere 24,6% kamen aus dem „Coffee and Farmer Equity“-Programm des Unternehmens, das BäuerInnen bei niedrigen Weltmarktpreisen keinen existenzsichernden Lohn garantiert (The Guardian, 9. Februar 2006). Starbucks behauptet, mit dem Programm dem Umstand gerecht zu werden, dass Fairtrade-Zertifizierungsorganisationen nur mit kleinen Genossenschaften arbeiten und daher nur einen kleinen Anteil der Weltproduktion erfassen können.
Die Organic Consumers‘ Association in den USA (OCA) hat zu einem Boykott von Starbucks wegen irreführender Werbung aufgerufen. Denn es liege an den KundInnen, Fairtrade-Kaffee zu verlangen; Fairtrade-Kaffee sei oft nicht klar gekennzeichnet, und Fairtrade-Sorten seien nur selten unter den beworbenen „Kaffees des Tages“ zu finden (www.organicconsumers.org, Juni 2006).
2001 gab das Unternehmen zu, dass einige seiner Weihnachtsprodukte von Gefangenen verpackt wurden (Seattle Weekly, 27. Dezember 2001).

Gefährliche Milch: Die OCA boykottiert Starbucks auch, weil das Unternehmen Milch von Kühen verwendet, die mit dem Rinderwachstumshormon BST behandelt werden. Die Kritik: „Praktisch jedes Industrieland mit Ausnahme der USA hat den Verkauf von BST-Milch verboten. Milch von Kühen, denen BST injiziert wird, ist mit erheblichen Gesundheitsrisiken für den Menschen verbunden und gefährdet das Wohlergehen von Milchkühen. Sie leiden unter entzündeten Eutern und liefern Milch mit einem hohen Gehalt an Eiter bildenden Bakterien.“ (www.organicconsumers.org, Juni 2006)

Copyright New Internationalist

Sarah Irving vom Magazin „Ethical Consumer“ (www.ethicalconsumer.org)

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