Keine Knappheit

Von Luitgard Marschall
Tonerde zu Aluminium: Elektrolyse im sibirischen Krasnoyarsk.

Die aus heutiger Sicht abbauwürdigen Bauxitvorräte reichen noch etwa 210 Jahre lang aus, eine im Vergleich mit anderen Metallen enorm lange Zeitspanne. Der weltweite Bedarf an Aluminium sank im Jahr 2009 um 7,8% bzw. 3,7 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Dieses Minus geht auf einen erneut starken Rückgang des US-amerikanischen Bedarfs (minus 13,2% bzw. minus 1,5 Mio. Tonnen) zurück. Auch in Europa sank der Bedarf mit minus 25% bzw. rund 3,1 Millionen Tonnen stark. In Asien und Afrika wächst der Bedarf (siehe Tabelle). Mehr als 30% des eingesetzten Aluminiums stammen aus recycelten Aluminiumprodukten.

Die Reyclingquoten von Aluminium sind die höchsten in der Metallbranche: in Europa im Sektor Verkehr zwischen 90 und 95 Prozent, im Bauwesen 95 Prozent und in Maschinenbau und Elektrotechnik jeweils 80 Prozent. Nur im Bereich der Verpackungen dümpelt die Quote bei etwa 40 Prozent. Die auffällig hohen Recyclingraten sind allerdings auch eine Folge der Rechenmethode. Die Industrie legt ihren Angaben die hoch veranschlagte Lebensdauer der Aluminiumprodukte zugrunde.

Vergleicht man die absoluten Zuwachszahlen, so zeigt sich, dass die Produktion und die Verwendung des elektrolytisch hergestellten Leichtmetalls erheblich schneller ansteigt als der Rückgewinn von Aluminiumschrott. 45 Prozent des weltweit produzierten Sekundäraluminiums stammen vom amerikanischen Kontinent, 34 Prozent aus Europa.

www.aluinfo.de

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