Kritik und Rückzug

Ärzte ohne Grenzen

Die internationale medizinische Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen" bricht die Kontakte zur Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ab.

Zum Glück gibt es auch private SpenderInnen, die die Arbeit einer Organisation wie „Ärzte ohne Grenzen“ (Médecins sans Frontières, MSF) für unterstützenswert halten. Am 10. Mai präsentierte die österreichische Sektion ihren Jahresbericht 2011. Demnach war mit einem Gesamtertrag von 19,7 Millionen Euro die Spendenbereitschaft im vergangenen Jahr so hoch wie nie zuvor. 14,9 Mio. flossen in direkte Projektfinanzierung und in Hilfsprogramme in 36 Ländern.

Bei der Pressekonferenz zur Vorlage des Berichts gab MSF Österreich bekannt, dass sie die Zusammenarbeit mit der Austrian Development Agency (ADA) einstellen werde. Grund dafür sei die Unterfinanzierung der Humanitären Hilfe, die Intransparenz bei der Vergabe von Mitteln und die zersplitterten Zuständigkeiten auf fünf Ministerien.

Da keine Aussicht auf Änderung der Strukturen und der Arbeitsweise bestünde, beende MSF mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit der ADA. Allerdings ein schmerzloser Protest: Die Organisation hat schon seit 2008 keine staatlichen Gelder erhalten.

Der Jahresbericht sowie der Finanz- und Prüfbericht 2011 sind auf www.aerzte-ohne-grenzen.at/bilanz abrufbar.

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