Kultur und Entwicklung

In der staatlichen Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ÖEZA) wurde der Kultur bis vor kurzem eher wenig Augenmerk geschenkt.

Von Brigitte Pilz
In den "Dreijahresprogrammen der österreichischen Entwicklungshilfe" fand sie bislang lediglich periphere Erwähnung. Einige wenige Notizen zu Kultur in älteren Dreijahresprogrammen sind inzwischen zugunsten der Friedenssicherung verschwunden. Lediglich bei der mittlerweile für Projekte vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung werden auch sozio-ökologische Aspekte abgefragt.
Seit einiger Zeit gibt es dennoch mit Peter Kuthan einen Konsulenten für Kulturfragen bei der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium. Ein Strategiepapier zur Berücksichtigung kultureller Aspekte in der ÖEZA ist in Diskussion. Kultur soll demnach in einem umfassenden Sinn in allen Programmen und Projekten berücksichtigt werden. Der erfolgreich praktizierte Kulturaustausch - vor allem mit Musikgruppen - in den vergangenen Jahren ist ein wichtiger, aber nur kleiner Teil einer umfassenden Berücksichtigung von Kultur in der Entwicklungszusammenarbeit.
In Zeiten des Sparstiftes gerät allerdings gerade ein Thema wie Kultur leicht unter die Räder, weil sich die Erkenntnis, dass zum Beispiel auch nachhaltige Armutsbekämpfung mit Kulturfragen zu tun hat, noch nicht bei allen AkteurInnen durchgesetzt hat.

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