Kunst aus Syrien

Die Veranstaltungsserie „Syrien Links – Open“ bietet Malerei, Fotoausstellungen, eine Lesung und mehr.

Marwa Sarah, 20x30 Monotypie (2015).

Syrien: das muss nicht immer nur Bilder zerstörter Städte und flüchtender Menschen bedeuten. Kulturen in Bewegung, die Kunstinitiative des VIDC, hat mit „Syrien Links – Open“ eine Veranstaltungsserie konzipiert, die ganz unterschiedliche syrische Kunstrichtungen sowie Künstlerinnen und Künstler zusammenbringt.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zeigt die POOL7-Galerie in Wien von 17. März an Marwa Sarahs künstlerischen Blick auf die Welt. Zu ihrer Ausstellung „Black Blood“ schreibt die junge syrische Malerin: „Die Welt spielt verrückt, alles erreicht seine Grenzen, Krieg und Liebe, Freude und Trauer – Kompromisse gibt es keine mehr. Farbschattierungen schwinden, das Leben wird härter. Schwarz und Weiß dominieren. Grautöne würden manche Probleme lösen, doch meist ist dies nicht möglich.“

Fotografie & Lesung. Bereits am 1. März wird die Ausstellung „Arabic Graffiti“ eröffnet (18:30 Uhr, Weltcafé Wien). Quer über den Maghreb und den Nahen Osten sprühen und malen junge Menschen ihre Ängste und Sehnsüchte, aber auch ihre Wut auf Wände.

Die Schau „Insight“ im Hauptbahnhof Wien zeigt ab 8. März (18:30 Uhr) Foto-Portraits von syrischen Frauen, die in Österreich leben und auf unterschiedliche Weise hierhergekommen sind.

Am 10. März (18:30 Uhr, Spektakel Wien) liest die Autorin Luna Al-Mousli aus ihrem viel gepriesenen Buch „Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus“. Al-Mousli, mittlerweile Wahl-Wienerin, lebte vierzehn Jahre lang in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Mit ihrem Werk will sie einen Beitrag zum kulturellen Gedächtnis Syriens leisten. Die „Frankfurter Rundschau“ schrieb, Al-Mousli sei „ein kleines buchkünstlerisches Wunder“ gelungen.

Bei der Lesung sowie bei den Vernissagen der Ausstellungen erwartet die Gäste jede Menge Rahmenprogramm, von Podiumsdiskussionen bis hin zu Konzerten. sol

„Syrien Links – Open“, an verschiedenen Orten in Wien, noch bis 14. April.

Alle Details unter: www.kultureninbewegung.org

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