Le Festival au Désert

Exil Musik Vertrieb Hoanzl

Von Werner Leiss
Schauplatz dieses geschichtsträchtigen Ereignisses war Essakane, rund 100 Kilometer nordöstlich von Timbuktu. An drei Tagen und Nächten im Jänner dieses Jahres lösten sich 37 Gruppen, vorwiegend aus Mali, aber auch anderen, meist westafrikanischen Ländern ab, um vor einem Publikum zu spielen, „die das Wort Festival bisher nicht einmal kannten“(Ali Farka Touré). Und dieses Publikum bestand dann, so wie die Musiker auch, aus Tuareg, Songhai, Bambara oder Peul, Leute, die sich auf Grund der problematischen politischen Situation seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hatten. Als Malis Kulturminister, der Filmemacher Cheikh Oumar Sissoko, die Bühne erklomm und Oumou Sangaré die Landeshymne anstimmte, war das Festival feierlich eröffnet.
Für die CD wurden nun 20 Stücke ausgewählt, die, neben großen Namen wie der schon erwähnten Oumou Sangaré und Ali Farka Touré, von einer Reihe hier noch nicht so bekannter und noch zu entdeckender Musikerinnen und Musikern vorgetragen werden. Der in diesem Rahmen auf den ersten Blick fast exotisch wirkende Robert Plant, einst Sänger bei Led Zeppelin, sowie die von den Tuareg frenetisch gefeierten Navajo Natives von Blackfire, mit denen die Tuareg Tänze und Geschichten austauschten, fügen sich nahtlos ein. Die Musik auf dieser CD klingt jedenfalls durchgehend frisch, lebendig und angenehm ungeschliffen. Nächstes Jahr soll es wieder ein Festival in der Wüste geben.

nach oben

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen