Lesestoff: Die Klimakrise in Daten und Fakten

Drei Werke mit jeder Menge wertvoller Zahlen und Berechnungen zum Klimawandel – nicht nur für MathematikerInnen lesenswert.

Von Rudi Lindorfer

Er sei Pessimist, der alles tue, damit die Welt nicht vor die Hunde gehe, sagt einer meiner Freunde von sich. David Wallace-Wells gehört auch in die Liga hoffnungsvoller PessimistInnen. Neben vielen gut verständlich aufbereiteten Daten zum Klimawandel führt er in „Die unbewohnbare Erde“ (Ludwig Verlag, München 2019, 335 Seiten, € 18,50) aus, welche Einbußen die Weltwirtschaft verkraften wird müssen: Die Erderwärmung, schreite sie in dem Tempo fort wie jetzt, werde die Wirtschaftsleistungen weltweit bis zum Ende des Jahrhunderts um über 22 Prozent einbrechen lassen. Zum Vergleich: 1929 büßte sie ca. 15 Prozent ein.

100 Projekte, die ab 2050 gar die Klimaerwärmung zurückdrehen wollen, machten Paul Hawken und sein Team in 22 Ländern weltweit ausfindig: „Draw-down – Der Plan“ heißt das Ergebnis (Gütersloher Verlag, Gütersloh 2019, 407 Seiten, durchgehend mit Farbfotos, € 28,80). Angefangen bei kleinen Dingen wie Mülltrennung und Kompostierung über konservierende Landwirtschaft und städtebauliche Maßnahmen bis zu Bildung und zur Vernetzung des Transportwesens – mit Aktionen auf verschiedenen Ebenen könnte das Wunder gelingen.

Der neue Atlas der Globalisierung, Thema „Welt in Bewegung“ (Le Monde diplomatique/taz, Berlin 2019, 182 Seiten, € 18,50) bringt Daten, Grafiken und Erklärungen zu weltweiten Entwicklungen, die uns direkt betreffen (auch wenn wir manches nicht wahrhaben wollen). Bei der Einordnung der Werke von Hawken und Wallace-Wells kann der Atlas eine Hilfe sein.

Rudi Lindorfer ist Buchhändler bei Südwind-Buchwelt.

Diese Bücher und noch viele mehr sind erhältlich auf: www.suedwind-buchwelt.at

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