Licht ins Dunkel der Korruption

Reportingproject.net

Wir wissen es nicht erst seit der jüngsten „Offshore-Leaks“- Affäre: Es gibt vieles, was im Verborgenen bleibt – bis investigative JournalistInnen es aufdecken.

Kroatien liefert heimlich Waffen nach Syrien. Der Transportminister von Aserbaidschan steht unter Korruptionsverdacht. Sanktionen gegen den Iran lassen den Schmuggel von Diesel von Iran nach Pakistan aufblühen.

Solche Nachrichten, begleitet von Hintergrundanalysen, investigativen Berichten und Kommentaren, sind auf der Website reportingproject.net zu finden. Forschungszentren und unabhängige Medien – vorwiegend aus der Region Osteuropa bis Zentralasien – haben sich zu diesem Projekt zusammengetan, um öffentlich zu machen, was nur allzu gerne verschleiert wird, nämlich Fälle von organisiertem Verbrechen und Korruption – Alltägliches in den meisten Ländern der Welt.

Die Website soll Menschen dabei helfen, zu verstehen, wie diese Realität ihr Leben und die internationale Politik beeinflusst. Außerdem entsteht online ein Archiv zum Thema: Gesetze, Gerichtsurteile und Studien werden hier gesammelt. Für JournalistInnen gibt es ein digitales Handbuch, das ihnen helfen soll, investigativ tätig zu werden und das ihnen regionale und globale Netzwerke des organisierten Verbrechens aufzeigt.

Das „Organized Crime and Corruption Reporting Project“, wie es offiziell heißt, wurde seit seiner Gründung im Jahr 2007 schon mit einer Reihe internationaler Preise ausgezeichnet. Wem Berichte in Tageszeitungen zu kurz greifen, wer hinter die Fassaden internationaler Politik schauen will, für denjenigen und diejenige lohnt sich der Blick auf reportingproject.net. Die Website wird auf Englisch und Russisch betrieben.
Nora Holzmann

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