„Maßstab“ BIP

Liebes Team vom Südwind-Magazin,

schon lange beschäftigt mich die Frage, weshalb trotz der offensichtlich gegebenen Unzulänglichkeiten des BIP selbiges medial immer noch vielfach als Maßstab für „wirtschaftliche Entwicklung“ herangezogen wird.

Dementsprechend begrüßenswert finde ich es als Südwind-Abonnentin, dass diese Thematik etwa mit der aktuellen Serie „Nach dem Wachstum“ aufgegriffen wird und auch schon davor über viele Jahre hinweg immer wieder Stimmen zu Wort gekommen sind, die den allzu oft vorherrschenden „BIP-Wachstumswahn“ kritisch hinterfragen.

Konträr dazu nehme ich aber ebenso wahr, dass nach wie vor bei Berichten zur Lage in Ländern des globalen Südens in den Info-Kästchen das BIP pro Kopf angeführt wird.

Angesichts der Systemkrise wäre es höchst an der Zeit, jene Indikatoren sichtbarer zu machen, die den nachhaltigen Nutzen des Wirtschaftens und die tatsächliche Verbesserung der Lebensumstände aller Menschen und des Lebens in seiner Gesamtheit darstellen sollen – wie den Genuine Progress Indicator (GIP), das Gemeinwohl-Produkt und weitere darüber hinaus. Nicht zuletzt würde man dadurch der dringenden Notwendigkeit Rechnung tragen, Alternativen anzuerkennen und weiterzuentwickeln.

Mit freundlichen Grüßen,

Sabrina Kozina, Wien

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