Millionengrenze überschritten

Der 0,7%-Entwicklungshilfeclub im Außenministerium fördert seit 12 Jahren Kleinprojekte in aller Welt.

Einige österreichische Beamte im Außenministerium tun das, was die Republik seit Jahren bloß verspricht : Sie stellen 0,7% ihres Jahresnettogrundgehaltes der Entwicklungshilfe (in diesem Falle privaten Projektträgern) zur Verfügung.

Mit dem Geld unterstützte der Verein mit dem sperrigen Namen "0,7% Entwicklungshilfeclub im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten" seit seiner Gründung im Jahre 1988 bisher 74 Projekte weltweit.

Im Frühjahr wurde bei der Projektfinanzierung die Millionengrenze überschritten: Anlaß für das "Millionenfest", das Mitte Mai in Wien gefeiert wurde.

Gegründet haben den Verein MitarbeiterInnen des Hauses nach Vorbild ähnlicher Initiativen bei der UNO in New York, Genf, Rom und Wien. Die derzeit 84 Mitglieder stammen aus allen Ebenen des Ministeriums.

Projektvorschläge erarbeiten Vereinsmitglieder oder andere Botschaftsangehörige, die in Entwicklungsländern eingesetzt sind.

Wichtigstes Auswahlkriterium ist der Aspekt der Hilfe zur Selbsthilfe. Die geförderten Projekte mit einem maximalen Förderbetrag von 20.000 Schilling pro Projekt sind in den Bereichen Nahrungsmittelproduktion, (Berufsaus-)Bildung, Gesundheit, ländliche Entwicklung sowie Förderung benachteiligter Bevölkerungsgruppen angesiedelt.

Derzeit werden etwa Nähmaschinen für ein Sozialzentrum in Brasilien und Einrichtungsgegenstände für ein Sozialzentrum in Peru gekauft, weiters wird die Berufsausbildung von palästinensischen Frauen in Israel bzw. den palästinensischen Gebieten unterstützt.

nach oben

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen