Mitternachtskinder

Von Redaktion ·

Film

DVD, 140 Min.

Indien-Liebhaber und Liebhaberinnen aufgepasst: Salman Rushdies Erfolgsroman „Mitternachtskinder“ gibt es nun als DVD. Das Schicksal von Shiva und Salim ist eng mit dem ihres Heimatlandes verknüpft. Schlag Mitternacht am 15. August 1947 wurden sie geboren, genau als Indien aus britischer Kolonialherrschaft in die politische Unabhängigkeit entlassen wurde.

Krankenschwester Mary, die ihrem revolutionären Geliebten nacheifern will, vertauscht das Baby Shiva, das in eine reiche Familie geboren wurde, mit dem Baby Salim, dessen Vater ein armer Wandermusiker ist. „Let the poor be rich and the rich be poor“, geht ihr durch den Kopf.

Shiva wächst in ständiger Wut aufgrund seiner Armut und dieser Ungerechtigkeit auf. Salim wird durch die Erwartungen seines wohlhabenden Vaters erdrückt. Schließlich wird er verstoßen, als dem Vater klar wird, dass Salim nicht sein leiblicher Sohn ist.

Die Geschichten von Shiva und Salim sind mit der Geschichte Indiens verwoben: mit den Kämpfen um die Unabhängigkeit von Pakistan und Bangladesch oder der Zeit Indira Gan-dhis als Premierministerin. Doch SeherInnen, die sich nicht näher mit der Historie Indiens beschäftigt haben, verstehen nicht alle Hintergründe. Und wer erinnert sich genau daran, wie das damals war mit Pakistan und Indien oder wie Indira Gandhi sich als Premierministerin schlug?

„Mitternachtskinder“ ist ein epischer Film mit ein bisschen eingestreuter Magie, Phantasie und schönen Bildern mitten aus dem farbenfrohen und intensiven Indien. Die indische Musik tut ihr Übriges, um uns auf den Subkontinent zu holen. Mit Erfolg: Der Film ist ein Genuss! Ich empfehle, „Mitternachtskinder“ weit weg von einem Internetzugang anzuschauen. Sonst könnte man doch leicht in Versuchung geraten, sich per Mausklick einen Flug nach Mumbai zu kaufen. Denn Sehnsucht nach der Lebendigkeit und Vielfalt Indiens macht der Film auf alle Fälle.
Michaela Krimmer

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