Mönche und Schauspieler

Beliebte Figur beim Schauspiel der Buzhan ist der Clown, mit weiß bemaltem Gesicht. Er darf sich ungestraft lustig machen.

Die Region Spiti tief im indischen Himalayagebirge ist Heimat der Buzhan, der wandernden buddhistischen Mönche. Sie ziehen durch die dünn besiedelte Gegend und stellen bei Festen ihre Künste zur Schau. Die Buzhan spielen kostümiert Narrenstücke, in denen das „Establishment“, also die mönchische und monastische Obrigkeit, zum Teil ordentlich auf die Schaufel genommen wird. Außerdem verarbeiten sie in ihren Stücken buddhistisches Geschichten- und Gedankengut. Sie sind auch für ihre Schwertkünste bekannt, die in wirbelnden, ekstatischen Tänzen Ausdruck finden.

Von den Buzhan gibt es heute nach Schätzungen noch vierzig. Die Truppen bestehen jeweils aus acht bis zwölf Mitgliedern. Alles, was sie zum Überleben brauchen, müssen sie mit ihren Darbietungen verdienen.

Der Österreicher Sebastian Buchner hat das Pin-Tal in der Spiti-Region besucht und das Schauspiel der Mönche dokumentiert. Buchner ist freier Fotograf, Autor und Reiseleiter. Seit mittlerweile zehn Jahren bereist er die Welt auf ausgedehnten Reisen – ausgestattet mit Rucksack, Kamera und endloser Neugierde.
www.sebasbuchner.wordpress.com

Der Schwerttanz ist ein Höhepunkt der Darbietung. Ein Buzhan wirbelt mit seinen Schwerten in wildem, selbstvergessenen Tanz.

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