Musikalischer Schmelztiegel

Von Werner Leiss

Cheikh Lô, 1955 als Sohn senegalesischer Eltern in Burkina Faso geboren, kann als einer der großen Nonkonformisten der afrikanischen Musik bezeichnet werden. Er ist ein ausgezeichneter Sänger und Songwriter und spielt Gitarre, Schlagzeug und Perkussion. Er widmet sowohl sein Leben als auch seine Musik Baye Fall, einer speziellen, senegalesischen Form des Islam. Und er versteht es, verschiedenste musikalische Stile aus West- und Zentralafrika zusammen mit Funk, afro-kubanischer Musik und Flamenco so miteinander zu verschmelzen, dass von einem unverwechselbaren Cheikh Lô-Sound gesprochen werden kann.

Das Titelstück ist ein gutes Beispiel. Ein Höhepunkt des Albums, mit einer raffinierten Mischung aus kubanischer Guajira, Reggae und Funk. Aufgenommen wurde mit alten Freunden – Tony Allen an den Drums, Pee Wee Ellis am Saxophon. „Es ist wie ein gutgefüllter Korb“, sagt Cheikh Lô über sein neuestes Werk. „Ein bisschen Käse hier, etwas Brot dort, da Schokolade und auch noch ein Cocktail. Für alle ist etwas dabei.“ Und das ist wirklich sehr wahr. Mit „Jamm“ ist ein gleichermaßen inspiriertes wie relaxtes Album gelungen.

Live gibt’s Cheikh Lô in Wien am 5. 11. zu hören.

Cheikh Lô
Jamm
World Circuit, Vertrieb: Lotus
 

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