NGOs gefördert

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt das Recht auf Nahrung in Brasilien.

Von Th. V.
Brasilien ist - als Schwellenland mit einem Volkseinkommen pro Kopf von rund 4000 US-Dollar - kein Schwerpunkt- und auch kein Kooperationsland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). Der österreichische Staat engagiert sich aufgrund seiner Prioritätensetzung nur am Rande für die Umsetzung des Rechts auf Nahrung in Brasilien über die Entwicklungszusammenarbeit.

Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die in Brasilien tätig sind, werden aber gefördert. So unterstützt das österreichische Außenministerium über die Austrian Development Agency (ADA), der vor einem Jahr gegründeten und mit der operativen Abwicklung von Entwicklungsvorhaben betrauten Fachagentur, gegenwärtig über HORIZONT3000, die größte österreichische NGO im EZA-Bereich, über das Förderinstrument der Kofinanzierung folgende Entwicklungsprojekte in Brasilien mit direktem Bezug zur Landrechtsproblematik und Nahrungssicherung:


  • Ein mit EU und Welthaus Graz kofinanziertes Projekt zur Gemeindeförderung, Stärkung der Zivilgesellschaft und ländlichen Entwicklung im semi-ariden Gebiet des Bundesstaats Bahia


  • ein Projekt zur Stärkung der Organisation der LandarbeiterInnen in Zusammenarbeit mit der Landpastoral der örtlichen Katholischen Kirche, finanziert von der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar Österreichs (DKA) und dem BmaA


  • Rechtsberatung und Fortbildung für LandarbeiterInnen, die in Landkonflikte verwickelt sind, ebenfalls finanziert von DKA und BmaA.



Daneben unterstützt die ÖEZA über HORIZONT3000 die Personaleinsätze von sechs EntwicklungsarbeiterInnen in Projekten, die mit Nahrungssicherung und der Landrechtsproblematik in Verbindung stehen, davon einen im spezifischen Bereich Agrarreform und fünf in Projekten der nachhaltigen ländlichen Entwicklung.

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