Nunu Kaller

Von Redaktion ·

Menschen, die bewegen

Sie arbeiten seit Langem bei Umweltschutzorganisationen. Was ist Ihre Motivation, zusätzlich Bücher zu schreiben?

Mit Büchern und einer unterhaltsamen Schreibweise erreicht man mehr und, vor allem, andere Leute. Nämlich auch jene, die des erhobenen Zeigefingers der Umweltschutzorganisationen überdrüssig sind.

Ihr erstes Buch heißt „Ich kauf nix!“. Was, außerhalb des Alltäglichen, kaufen Sie trotzdem?

Ich bin keine Konsumverweigerin, aber nach einem Jahr Shopping-Diät, ohne Kleiderkauf, bin ich viel kritischer und wählerischer in meinen Kaufentscheidungen.

Welcher Kauf hat in Ihrem Leben am meisten verändert?

Im Alter von 16 Jahren habe ich auf eine Musikanlage gespart und lange dafür gearbeitet, um mir eine um 7.000 Schilling kaufen zu können. Das war eine große Sache. Und wortwörtlich bewegend und mir sehr viel wert sind meine zwei Fahrräder.

Nunu Kaller, 35, wuchs in Wien auf und studierte Publizistik, Anglistik und Zeitgeschichte. Nach zwei Jahren als Journalistin wechselte sie zu Global 2000. Inspiriert durch die Arbeit und nach einem Jahr Selbstversuch, in dem sie keine Kleidung kaufte, veröffentlichte Kaller 2013 ihr erstes Buch „Ich kauf nix! Wie ich durch Shopping-Diät glücklich wurde“. Seither führt sie auch den gleichnamigen Blog. 2014 wechselte sie zu Greenpeace und unterbrach ihre Arbeit bei NGOs zuletzt für ein Jahr, um beim Mobilfunkanbieter „goood“ tätig zu sein. 2018 erscheint ihr nächstes Buch „Fuck Beauty“ über Schönheitsideale.

Wo sind Sie am liebsten?

Zuhause! Und so nenne ich verschiedene Orte. Besonders gerne bin ich in meiner Indoor-Hängematte.

Was war die wichtigste Erfahrung auf Reisen?

Da gibt es viele, aber zuletzt auf den Philippinen war ich schnorcheln an einem lebenden Korallenriff. Das war unglaublich schön, und ich bin dankbar das gesehen zu haben, weil es von denen kaum mehr welche gibt auf der Welt.

Wer würden Sie gerne einen Tag lang sein?

Donald Trump. Ich würde zurücktreten.

Was ist Ihr erster Rat an Menschen, die die Welt verbessern wollen?

Man sollte nicht gleich alles auf einmal anders machen wollen und nicht gleich nur an Verzicht denken. Ansonsten wird alles mühsam und man bekommt nur schlechte Laune. Besser funktioniert es, wenn man sich Zeit nimmt, um zu reflektieren, wie man den Lebensstil ändern kann – und zwar so, dass einem gewisse Dinge gar nicht abgehen.

Wann ist die beste Zeit, um die Welt zu verbessern, morgens oder abends?

Morgens beruflich, abends privat – also immer! Aber ich bin jetzt auch nicht so „heilig“, wie das jetzt vielleicht klingen mag. Ich bin einfach auch gern engagiert.    cs

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