Ökologie mit Profit

Von Florian Gasser und Thomas Trescher ·

Das Unternehmen Global Woods betreibt in Argentinien, Paraguay und Uganda Projekte zur Wiederaufforstung.

Das deutsche Unternehmen Global Woods ist 2002 aus dem 1987 gegründeten Institut für Umwelt und Entwicklung hervorgegangen. Angesiedelt in Münstertal im Schwarzwald, hat es sich unter der Führung des Vorstandsvorsitzenden Manfred Vohrer zum Ziel gesetzt, ökologische Konzepte mit Profit zu verknüpfen. In Argentinien, Paraguay und Uganda ist das börsennotierte Unternehmen durch Verträge mit den jeweiligen Regierungen berechtigt, Waldaufforstungen zu betreiben und die daraus resultierenden Emissionsrechte nach den Regeln der Vereinten Nationen zu nutzen. Firmen und Privatpersonen können ihren CO2-Verbrauch sozusagen ausgleichen, indem sie pro verbrauchter Tonne CO2 einen Gegenwert von acht Euro zahlen, dafür werden zwei Bäume gepflanzt.

Die Bäume werden auch holzwirtschaftlich genutzt, allerdings erst nach rund zwanzig Jahren. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 300 MitarbeiterInnen großteils aus den jeweiligen Regionen. Für das Projekt gibt es strenge Richtlinien. Es dürfen nur Flächen wieder aufgeforstet werden, die vor 1990 gerodet wurden und nicht unter Naturschutz stehen. In Kikonda beschränkt sich Global Woods auf eine Monokultur, noch dazu aus Kiefern, einer in Uganda nicht heimischen Baumart.

Das Klimabündnis Österreich sieht den CO2-Handel mit Aufforstungs-Projekten allerdings kritisch, eben weil sie sich nur durch Pflanzung von Monokulturen in großem Stil rentieren. „Besser wäre es, wenn in erneuerbare Energieträger investiert wird“, so Geschäftsführer Wolfgang Mehl.

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