Ozeane

1) Der Pazifik ist der größte und tiefste Ozean und enthält mehr als die Hälfte des Wasservorkommens der Erde. Er ist stellenweise 17.000 km breit und im Schnitt 4.280 Meter tief. Im Witjastief im Marianengraben befindet sich mit 11.034m unter dem Meeresspiegel der tiefste Ort der Erde. Zahllose unterseeische Berge, die meisten davon frühere Vulkane.

2) Der Atlantik wird durch den Mittelatlantischen Rücken geprägt, eine bis zu 3.000m hohe Gebirgskette, die etwa in seiner Mitte verläuft und bis auf etwa 1.000m unter dem Meeresspiegel aufsteigt. Hier entsteht entlang eines zentralen Grabenbruchs durch vulkanische Aktivität neue Erdkruste.

3) Im Indischen Ozean existieren zwei riesige Sedimentfächer, die vom Indus und dem Zusammenfluss von Ganges und Brahmaputra gebildet werden. Durch lange, gewundene Kanäle werden Sedimente bis zu 2.500 km weit in das Zentralindische Becken transportiert. In diesem Ozean gibt es außergewöhnlich viele unterseeische Plateaus und Rücken, die als Inseln aus dem Wasser ragen.

4) Der Antarktische Ozean (oder „Südliche Ozean“) umschließt die Antarktis. Als seine Nordgrenze gilt die „Antarktische Konvergenzzone“, ein Bereich zwischen 48 Grad und 55 Grad südlicher Breite. Hier steigt die Temperatur des Oberflächenwassers plötzlich an, da das kalte Wasser beim Zusammenstoß mit dem wärmeren Wasser aus dem Norden absinkt. In dieser Zone ist das Meeresleben besonders reichhaltig.

5) Der Arktische Ozean ist der kleinste. Er ist fast völlig von Kontinentalschelfen eingeschlossen. Seine einzige Tiefenwasserverbindung mit dem Weltmeer verläuft durch die Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen. Sein Markenzeichen ist seine schwimmende Eisdecke.
Mehr als 95 Prozent des Ozeanbodens, der Großteil davon in tiefster Finsternis und gewaltigem Druck ausgesetzt, sind völlig unerforscht.

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