Politisches Gemüse

Von Redaktion ·

Erfreulich, dass die Gartensaison beginnt. Nicht nur die Natur regt sich, sondern auch der Widerstand gegen einen dreisten Zugriff der Saatgutkonzerne auf Gemüse aus konventioneller Züchtung (ohne Gentechnik) – wie Paprika, Tomaten oder Chili. Patente auf Pflanzen und Tiere sind in der EU verboten. Doch wo ein Gesetz, dort auch ein Schlupfloch. 2015 entschied die „Große Beschwerdekammer“ des Europäischen Patentamtes sinngemäß, dass Verfahren der konventionellen Züchtung nicht patentierbar sind, aber Pflanzen, die aus einer solchen Züchtung stammen, schon. Seither werden laufend Patente auf normales Obst und Gemüse mit besonderen Eigenschaften – wie etwa reduzierter Wassergehalt bei Tomaten – angemeldet. Wirtschaftskonzerne versuchen auf diese Weise, sich die Früchte von indigenem Wissen anzueignen. Sie melden Patente für Kulturpflanzen an, die bereits seit Jahrhunderten angebaut wurden. Ein Schritt mehr in die Unmündigkeit und in die Abhängigkeit von Konzernen, in die wir uns bringen lassen, wenn wir unsere demokratischen Möglichkeiten nicht nutzen.  ki

www.keinpatentaufleben.at

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