Quer durch Afrika

Von Werner Leiss

Die akustische Reise beginnt in Kinshasa, wo die sensationellen Staff Benda Bilili beheimatet sind. Die Band besteht aus an Polio erkrankten ehemaligen Straßenmusikern, die sich im Bereich des Zoos mit ihren selbstgebauten Rollstühlen aufhielten. Kubanische Rumba, Funk und Blues sind einige der Zutaten, die sie zu ihrem ganz speziellen Sound verschmelzen. Die Beduinen von der Jerry Can Band erzeugen mit ihren Flöten und Trommeln einen magischen Sound und Mbira Dzenharari aus Zimbabwe spielen sieben verschiedene Mbiras. Allen gemeinsam ist das Bewusstsein ihrer Traditionen und das Talent zur Weiterentwicklung. Obendrein gibt es wie immer eine Bonus-CD in voller Länge, diesmal von der kenianischen Band Kenge Kenge. Sie spielen mit ihren handgemachten Instrumenten traditionelle Luo-Musik und populäre Formen wie Benga, allerdings in der ursprünglichen Form und ohne die dafür heute obligate E-Gitarre. Wer es gern elektrisch mag und einen Ausflug in die 1960er und 1970er unternehmen mag, kann zum Rough Guide To Psychedelic Africa greifen. Die Mischung aus Rock, Deep Funk und Soul war damals in Afrika extrem populär. Für psychedelische Musik ist das obendrein ein recht tanzbarer Sampler.

The Rough Guide To
African Roots Music
World Music Network, Vertrieb: Lotus

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