Raue Riffs aus Mali

Von Werner Leiss
Gitarre spielen kann er, aber das scheint ihm wohl sprichwörtlich in die Wiege gelegt worden sein. Der Sohn des 2006 verstorbenen malischen Ausnahmegitarristen Ali Farka Touré legt hier sein zweites Album vor. Aufgenommen wurde es im November des vorigen Jahres in Bamako, und etliche bekannte Musiker wirken mit. Auf dem Stück "Mali" singt Afel Bocoum; Toumani Diabaté spielt Kora auf "Paradise". Beide Musiker haben seinerzeit schon mit seinem Vater wesentliche musikalische Beiträge abgeliefert.

Produzent des Werks ist Yossi Fine, der auch schon bei Werken von David Bowie und Hassan Hakmoun an den Reglern stand. Dubbige Grooves und swingende Basslinien dürfen es bei ihm gerne sein, und auch hier werden sie hinzugefügt. Ein Album mit etlichen Rock- und einigen Reggae- und Dub-Einflüssen. Dennoch hören wir hier in erster Linie einfach geradlinigen Desert Blues auf der Basis musikalischer Traditionen Malis. Nichts eigentlich wirklich Neues unter der Sonne, aber solide und inspiriert interpretiert.

Vieux Farka Touré
Fondo
Six Degrees, Vertrieb: Hoanzl

nach oben

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen