Rockende Ngonis

Von Werner Leiss

Ganz ohne Frage haben Bassekou Kouyaté & Ngoni Ba nicht erst gestern sowohl den Klang als auch die verschiedenen Möglichkeiten, die Ngoni zu spielen, revolutioniert. Es ist ein Lauteninstrument, das für die musikalische Tradition der malischen Griot-Kultur unverzichtbar ist. Normalerweise ist eine Ngoni zu hören, manchmal auch zwei. Ngoni Ba war aber seit jeher eine Formation, die mit vier unterschiedlichen Ngonis angetreten ist. Mit ihrem vierten Werk sprengen sie jedoch ihre bisherigen Grenzen. „Ba Power“ ist voller roher Energie, ein intensives musikalisches Feuerwerk.

Wenn da jetzt nicht Ngonis und Perkussion-Instrumente zu hören wären, würde es als Rockmusik durchgehen. Aber was, natürlich ist es Rock, es rockt und rollt nämlich ganz wunderbar. Da fetzen die Bass- und extra elektrisch verstärkten Ngonis, ohne jedoch jemals die Herkunft der Musik zu verleugnen. Dazu gesellt sich perfekt der eindringliche, intensive Gesang von Ami Sacko. Es sollte mit diesem Werk gelingen, was Bassekou Kouyaté vorschwebt: Nämlich afrikanische Musik und Kultur einem wirklich breiten Publikum schmackhaft zu machen.

Bassekou Kouyaté & Ngoni Ba

Ba Power

Glitterbeat, Vertrieb: Hoanzl

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