Rodrigo Rey Rosa

Die verlorene Rache

Von Martina Kargl
Jahre sind vergangen, seit Juan Luis Luna entführt wurde. Dass der ziellos durchs Leben treibende Sohn aus reichem Haus jeden Tag an die Wochen im dunklen Schacht erinnert wird, dafür haben seine Kidnapper gesorgt: Um ihren Lösegeldforderungen Nachdruck zu verleihen, haben sie ihm einen Fuß abgeschnitten. Entgegen ihren ursprünglichen Plänen kam Juan Luis damals mit dem Leben davon. Und jetzt, nachdem sich seine Wege mit jenen von zweien der einstigen Entführer gekreuzt haben, drängt sich ihm die Frage auf: Kann der Tod seiner Peiniger den Verlust seines Fußes aufwiegen? Rey Rosa berichtet aus der Warte des distanzierten Beobachters, in einer schnörkellosen, fast spröden Sprache. Sein Buch ist "vieles in einem", wie der Übersetzer Erich Hackl anmerkt: "ein spannender Kriminalroman, eine herbe Liebesgeschichte, ein Sittengemälde, eine Reiseerzählung."

Rodrigo Rey Rosa:
Die verlorene Rache
Roman, aus dem guatemaltekischen Spanisch von Erich Hackl, Rotpunktverlag, Zürich 2000, 128 Seiten, öS 212,-

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