SADC im Überblick

Von Robert Poth ·

Gemessen an der Transportleistung sind die 13 staatlichen Eisenbahngesellschaften der SADC-Länder (und die konzessionierten privaten Betreiber) im wesentlichen Güterverkehrsbahnen. Der Anteil des Güterverkehrs lag 1998 bei mehr als 97 Prozent, ohne die südafrikanische Spoornet bei 86,5 Prozent. Ausnahmen sind die TAZARA-Bahn von Dar Es Salaam/Tansania nach Sambia und die CFM-N in Mosambik (Nacala) mit Personenverkehrsanteilen von jeweils über 40 Prozent.

Auf Spoornet entfielen 1998 mehr als die Hälfte der Personenkilometer und fast 92 Prozent der Tonnenkilometer, worin sich die wirtschaftliche Dominanz Südafrikas spiegelt.

3.566 km des Streckennetzes sind zur Gänze oder teilweise außer Betrieb. Dabei handelt es sich um die Eisenbahnlinien in Angola und die Strecke Beira – Malawi aufgrund der Zerstörung der Brücke über den Sambesi. Strecken mit einer Gesamtlänge von 4.554 km sind nicht an das übrige Netz (Interconnected Regional Rail Network – IRRN) angeschlossen. Im wesentlichen sind das die Malawi Railways, die anschließende Eisenbahnlinie nach Nacala sowie die Strecken der Tanzania Railways Corporation.

TAZARA, TransNamib und Spoornet waren die einzigen Bahnen, die von 1996 bis 1998 Zuwächse im Personenverkehr erzielten (zwischen 14,6 und 27,4 Prozent). Im Gütertransport konnten dagegen nur Spoornet (+4%), Botswana Railways (+65%) und Zambia Railways (+26%) zulegen. Insgesamt ergab sich für die SADC-Linien beim Güterverkehr ein Zuwachs von 3,5%, während sich im Personenverkehr die Zuwächse und Verluste die Waage hielten.

Ein Neubau von Strecken ist derzeit nur in Simbabwe (von Bulawayo bis Beitbridge an der Grenze zu Südafrika, 170 km) vorgesehen. Betreiber dieses Projekts ist die BBR Limited, die sich zu 60% in Besitz einer simbabwischen Gesellschaft befindet. 25% halten vier südafrik. Banken, 15% die staatliche simbabwische Eisenbahngesellschaft NRZ. Der Zugsverkehr auf dieser Strecke soll von Spoornet übernommen werden.

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