Die Redaktion empfiehlt

Schluss mit Frust

Warum wir dringend mehr Bücher wie „Tomorrow: Die Welt ist voller Lösungen“ brauchen.

„Denk lokal, boykottiere Tesco“: Auch Kritik an Großkonzernen kommt im Buch „Tomorrow“ vor, die Initiative steht insgesamt dabei für einen sehr konstruktiven Zugang zu globalen Problemen.© Verleih

In die Zukunft können derzeit manche in unseren Breitengraden nicht sehr optimistisch blicken: Ein rechter US-Präsident, der den Klimavertrag aufkündigt, Brexit, Ausländerfeindlichkeit, Terroranschläge und und und – viele fühlen sich frustriert und machtlos. Die Menschen benötigen dringender denn je Antworten, positive Ansätze und Ideen, wie man für ein positives Morgen aktiv werden kann.

„Tomorrow“ bietet genau das. Nachdem 2015/2016 schon der gleichnamige Film überzeugen konnte, liefert Regisseur Cyril Dion nun das Buch dazu. In Frankreich wurde es bereits zum Bestseller.

Dokumentiert wird, wie das Team um Dion Leute und Projekte trifft, die Lösungen anbieten, innovativ und optimistisch an einer besseren Welt für alle arbeiten.

Thematisch spannt der Autor einen Bogen von Ernährung über Energie und Ideen zu einer Wirtschaft und einer Demokratie von morgen bis hin zu Erziehung. Die LeserInnen werden auf eine Reise mitgenommen, in urbane Gärten in Detroit, auf die Insel La Réunion, wo smarte Modelle erneuerbarer Energie eingesetzt werden und nach Finnland, mitten hinein in progressive Schulen.

Anregende Lektüre. Das Buch enthält viele Zusatz-Infos zu den im Film vorgestellten Initiativen und kann auch für jene interessant sein, die den Film gesehen haben. Links und Quellenangaben laden zur weiteren Vertiefung ein, die Projekt-Liste im Anhang zum Handeln (leider ist diese Liste in der ersten deutschsprachigen Ausgabe auf Deutschland beschränkt).

Die Sprache ist kurzweilig, der Erzählstrang wird von Interviews und Fotos unterbrochen, was zum Schmökern einlädt.

Die Botschaft ist klar: Lösungen für die globalen Herausforderungen auf unserem Planeten sind nicht nur möglich, sie werden tagtäglich von unterschiedlichsten Menschen entwickelt und umgesetzt. Wer macht mit?

nach oben

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen