Schrottreifer Lebensstil

Die Probleme unserer Wegwerfgesellschaft sind nicht bloß Resultat unserer individuellen Entscheidungen: Sie wurzeln im System.

Von NI-Redakteur Dinyar Godrej

Verschmutzung des Mittelmeers. Müllablagerungen an der Mündung des Sarno, südlich von Neapel in Italien.© Lorenzo Moscia / Greenpeace

Ich kam 1965 auf die Welt, im Jahr der Erfindung des „Plastiksackerls“. In meiner Kindheit in einer Boomstadt in Zentralindien waren Tragetaschen aus Kunststoff meiner Erinnerung nach noch ziemlich selten. Man bekam sie nur in teureren Geschäften. Meine Mutter behandelte sie als etwas Wertvolles, verwendete sie immer wieder und war ganz angetan davon, wie fest sie waren und wie einfach man sie reinigen konnte.

Seither hat sich die Zeit für das Plastiksackerl immer weiter beschleunigt, was diesem so haltbaren Produkt eine erstaunliche Vergänglichkeit verschafft hat: Heute werden Plastiktragetaschen im Schnitt nur mehr 15 Minuten lang verwendet. Danach kann es aber bis zu 1.000 Jahre dauern, bis sie sich endgültig aufgelöst haben1, und jede Minute werden weltweit zwei Millionen neue in Umlauf gebracht.2

Die Hälfte aller Gegenstände aus Kunststoff, die jedes Jahr produziert werden, sind Einwegprodukte.3 Sie als Konsumprodukte zu bezeichnen, wäre verfehlt: Wir „verbrauchen“ sie nicht, im üblichen Sinn des Wortes. Wir dienen vielmehr als unverzichtbares Zwischenglied für ihre Verbreitung und Entsorgung, damit die Kunststoffindustrie noch mehr davon erzeugen kann. Kunststoffe sind untrennbar mit fossilen Brennstoffen verbunden – alle bedeutenden Kunststoffhersteller gehören Öl- und Gasunternehmen oder sind selbst in der Förderung aktiv. 2014 waren sie für sechs Prozent des weltweiten Ölverbrauchs verantwortlich.4 Es handelt sich um Branchen, die sich bisher überaus erfolgreich gegen jede Eindämmung ihrer umweltzerstörerischen Aktivitäten zur Wehr gesetzt haben.

Unsere Plastikflut ist zu einem Symbol der Wegwerfgesellschaft geworden. Bis auf einen kleinen Teil, der in Feuer und Rauch aufging, ist jedes kleinste Stück davon, welches jemals hergestellt wurde, noch immer Teil unserer Umwelt. Die Menge an Kunststoff, die jährlich erzeugt wird, wiegt etwa soviel wie alle derzeit lebenden Menschen zusammen. Der Große Pazifische Müllstrudel, in dem sich rund 80.000 Tonnen Plastik tummeln, ist dreimal größer als Frankreich.2 Coca-Cola allein verkauft jedes Jahr 120 Milliarden Plastikflaschen, die aneinandergereiht 700 Mal um den Erdball reichen würden.1 Wir werfen diese Dinger weg, oft gedankenlos, aber auch weil sie im Überfluss vorhanden sind und es ständig Nachschub gibt, entweder als Verpackungsmaterial oder in Form von Wegwerfprodukten.

Plastikmenschen. Die Plastikflut sorgt regelmäßig für Schlagzeilen. Sie erstickt unsere marine Umwelt. Sie wird von Meereslebewesen verschluckt, von Seevögeln und sogar von unseren Nutztieren. Bei ihrer Verbrennung werden hochgiftige Substanzen frei. Ihre Lagerung in Deponien ist etwas sicherer, doch sie verstopft die Erde mit kaum abbaubaren synthetischen Stoffen. Viele Länder im globalen Süden, darunter 25 in Afrika, haben Einweg-Plastiktaschen bereits verboten, doch die Durchsetzung hinkt dem Verbot in der Regel nach.5

Im Oktober 2018 brachte der britische TV-Sender BBC One die Dokumentation über die Verwüstung mariner Ökosysteme durch Kunststoffe „Drowning in plastic“. Sie zeigte, wie alle Bemühungen zur Bekämpfung des Problems durch das ständige Wachstum der Produktion zunichte gemacht werden. Freiwillige Säuberungsaktionen im Dienst der Allgemeinheit, Dorfgemeinschaften, die Plastik zur Wiederverwertung einsammeln, die Herstellung von Biokunststoff aus Seetang in Indonesien oder die Entwicklung technischer Vorrichtungen, die das Plastik aus den Gewässern holen können: mit alldem wird das Problem nicht einmal an der Oberfläche angekratzt, so die nüchterne Bilanz. Bisher endeten BBC-Sendungen zum Thema mit mehr oder weniger moralischen Appellen: Wir alle hätten unseren Teil zur Lösung des Problems beizutragen. Dieses Mal wurde eine radikalere Lösung vorgeschlagen: Es wäre Zeit, den Plastikhahn einfach zuzudrehen.

Rettungslos gefangen in einem Plastikbecher nahe Verde Island, einem exquisiten Ziel für SporttaucherInnen auf den Philippinen.© Noel Guevara / Greenpeace

Was für die BBC radikal sein mag, ist bloß das, wofür sich UmweltexpertInnen in Zusammenhang mit vielen anderen Abfallproblemen seit Jahrzehnten aussprechen: Es wäre besser, das Problem an der Wurzel anzupacken als bloß die Folgen zu bekämpfen. Wer heute versucht, ohne ein Übermaß an Plastik auszukommen, braucht die Standhaftigkeit eines mittelalterlichen Heiligen, da – gut geraten – es fast keine Alternativen gibt: Kunststoff ist das Standardmaterial. Am effektivsten wäre es daher, das Produktionssystem umzubauen anstatt auf individuelle Verhaltensänderungen zu setzen. Was die Industrie und Regierungen, die am Tropf des Wirtschaftswachstums hängen, davon halten, ist wenig überraschend: rein gar nichts.

Kunststoffe sind fantastische Materialien – billig (wenn man die Umweltkosten nicht einrechnet), fest, haltbar, hygienisch. Doch dass sie für Einwegprodukte verwendet werden, sei eine „unglaublich rücksichtslose Anwendung von Technologie“, meinte Matthew Wilkins von der Vanderbilt University in Nashville (USA) in der Zeitschrift Scientific American.6 Rücksichtslosigkeit ist allerdings an der Tagesordnung, nicht nur bei Kunststoffen.

Wachstum ist gut. 2018 fiel der „Earth Overshoot Day“ („Welterschöpfungstag“) – der Tag, an dem weltweit mehr natürliche Ressourcen verbraucht wurden als sich in einem Jahr erneuern lassen – auf den 1. August. Dieses Jahr wird es voraussichtlich schon ein Tag im Juli sein. Auf nationaler Ebene überschritten die USA im Vorjahr die Grenze bereits am 15. März, Großbritannien am 8. Mai (Österreich im laufenden Jahr am 15. April, Anm. d. Red.).

Unsere Vision des immerwährenden Wohlstands beruht darauf, dass wir Produkte nur vorübergehend nutzen, um sie dann wegzuwerfen. Das sorgt für neue Nachfrage. Es ist eine Vision, die einen großen Teil der arbeitenden Menschen weltweit in fast sklavenartigen Bedingungen gefangen hält, um die billigen – oder auch nicht so billigen – Dinge herstellen zu können, die sich in Müllberge verwandeln, und für einen Raubbau an den Ressourcen des Planeten jenseits aller ökologischer Grenzen sorgt. Wir warnen vielleicht vor drohenden  Ressourcenkonflikten, geben uns besorgt, weil unser Planet im Müll zu ersticken droht, doch am Wachstum, dem ökonomischen Dogma unserer Zeit, halten wir unbeirrt fest.

Die wachsenden Mengen von Abfall jeder Art, nicht nur Plastikmüll, sind nicht bloß eine Folge des Bevölkerungswachstums, sondern auch unseres Lebensstils, insbesondere in den reichen Ländern. Pro Kopf werfen wir mehr weg als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte, und es gibt keine Anzeichen einer Trendumkehr, trotz einer diffusen Besorgtheit um die Umwelt, die sich im öffentlichen Bewusstsein festgesetzt hat.

Heute würde die jährliche Menge der Siedlungsabfälle, die weltweit von Haushalten, kleinen Gewerbetrieben und Institutionen wie Schulen generiert werden, eine LKW-Kolonne füllen, die 24-mal um die Erde reicht. Diesem Müll, für den die privaten Haushalte nur zum Teil verantwortlich sind, gilt die ganze Sorge.7 Doch das Volumen der industriellen Abfälle, die eher selten Schlagzeilen machen, ist 18-mal größer. In reichen Ländern fallen pro Kopf und Tag 42 Kilogramm davon an – bevor irgendein Produkt auf einem Regal landet.8

 Der Hauptgrund dafür: In wachstumsabhängigen Wirtschaften ist Haltbarkeit des Teufels, künstliche Veralterung – Obsoleszenz – dagegen ein heiliges Gebot, eine Lehre, die aus der ständig steigenden Produktivität der Industrie gezogen wurde. Verbraucherschutzorganisationen haben festgestellt, dass selbst viele relativ teure Konsumgüter wie Elektronikprodukte darauf programmiert zu sein scheinen, ihren Geist genau dann aufzugeben, wenn die Gewährleistungs- oder Garantiezeit endet. Im digitalen Zeitalter hat sich die Veralterung weiter beschleunigt: Geräte sind schon überholt, bevor sie das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Und die Hartnäckigen, die keinen Bedarf für die neueste Version sehen, scheitern spätestens daran, dass sich die Dinger nicht reparieren lassen.

Eine längere Lebensdauer von Produkten könnte helfen, das Müllproblem einzudämmen – das wurde spätestens seit den 1980er Jahren auch von internationalen Organisationen wie der OECD empfohlen. Da jedoch Regierungen ihren Erfolg am erzielten Wirtschaftswachtum messen, hat die Idee keine Chance. Dabei wären wir sicher begeistert, wenn die Hersteller gezwungen würden, die Haltbarkeit ihrer Produkte zu erhöhen und dafür zu sorgen, dass sie sich einfacher reparieren und auf den neuesten Stand bringen lassen – am besten mit garantiertem Service für die gesamte Lebensdauer.

Unter NachhaltigkeitsexpertInnen setze sich langsam die Erkenntnis durch, so Journalist J.B. MacKinnon im US-Magazin The New Yorker, „dass die Bemühungen der reichen Länder um die ‚Entkoppelung‘ des Wirtschaftswachstums von seinen Umweltauswirkungen erfolglos geblieben sind. Trotz eines unübersehbaren Booms von energieeffizienten, wiederverwertbaren, biologisch abbaubaren und unschädlichen Produkten nimmt die Intensität der Ressourcenausbeutung weiter zu“.9

Rituelle Gewissenserleichterung. Die so genannte „Kreislaufwirtschaft“ ist derzeit das beliebteste Konzept, mit dem einem in seinem Wesenskern expansiven Kapitalismus ein Hauch von Nachhaltigkeit verpasst werden soll. Es handelt sich um eine aktualisierte Form der „erweiterten Herstellerverantwortung“, und sie hat etwas von einer Quadratur des Kreises an sich. Grundprinzip ist, dass Hersteller ihre Produktionsverfahren so umgestalten, dass sich die stofflichen Komponenten ihrer Produkte zurückgewinnen und zur Herstellung neuer Erzeugnisse verwenden lassen. Wachstum, aber mit einer geringeren Materialintensität. Ob das funktionieren kann, bleibt abzuwarten.

Zurück zur aktuellen Realität. Die Flut des Abfalls, eine Folge von Überproduktion und übermäßigem Konsum, ist nach wie vor nicht eingedämmt. Da der Hahn wohl kaum auf politischer Ebene zugedreht werden wird, liegt der Fokus weiterhin auf unserem Verhalten als VerbraucherInnen – zweifellos wichtig, denn wir können vieles tun, um unseren Müll zu reduzieren. Merkwürdig ist aber, dass die Menschen, wenn es um Abfall geht, automatisch an Recycling denken, nicht an weniger Konsum oder Wiederverwendung.

Unseren Müll feinsäuberlich in seine Bestandteile zu trennen ist zu einer rituellen Gewissenserleichterung geworden. Recycling ist aber eine Form der Abfallbehandlung; weniger Müll wird dadurch nicht produziert. Um ernsthaft am Müllberg zu knabbern, müssen wir uns weigern, etwas zu kaufen, wenn wir die Wahl haben (vor allem wenn es um übermäßige Verpackung geht), unseren Konsum einschränken (trotz verlockender Rabattangebote) sowie nach Möglichkeit Produkte gemeinsam nutzen und wiederverwenden (auch wenn das vielleicht nicht „in“ ist).

Keine Frage: Recycling ist weit besser als die Verwendung von Primärrohstoffen.10 Es ist auch besser als Deponieren oder Verbrennen. Aber vielen ist nicht bewusst, dass dabei industrielle Verfahren mit einem signifikanten Energieverbrauch eingesetzt werden, die auch toxische Abfälle produzieren. Oft handelt es sich tatsächlich um „Downcycling“: Plastikflaschen etwa werden selten wieder in Plastikflaschen verwandelt, sondern eher in nicht wiederverwertbare Teppiche und synthetische Kleidung.6 (Und wer eine Waschmaschinenladung solcher Kleidungsstücke wäscht, setzt dabei rund 700.000 Mikroplastikpartikel frei.3)

Ein weiteres Problem sind die Kosten. Im Westen ist es für in der Abfallwirtschaft tätige Unternehmen oft rentabler, die Abfälle zu deponieren oder zu verbrennen. Wiederverwertbare Altmetalle gelangen dorthin, wo am meisten dafür bezahlt wird, und das sind oft Länder, die enorme Probleme mit dem eigenen Abfall haben. In Australien saßen Recycling-Unternehmen bereits 2017 auf hunderttausenden Tonnen Glas, die sich nicht verwerten ließen. Warum? Weil es billiger kommt, neue Glasflaschen zu importieren.11 Mit dem Begriff Recycling wird auch oft Schindluder getrieben. Schweden meldete früher eine Recyclingrate von beinahe 100 Prozent, da die energetische Verwertung (sprich: Müllverbrennung) als Recycling eingestuft wurde. Und für australische Unternehmen war es „Recycling“, wenn Bauabfälle in den nächsten Bundesstaat transportiert und dort deponiert wurden.12

Ab in den Süden. Jahrzehntelang war es Praxis reicher Länder, sich gefährlicher Elektro- und Elektronikabfälle per Export in zahlreiche Länder des globalen Südens zu entledigen (vgl. etwa Südwind-Magazin 11-12/2018). Ihre „Behandlung“ erfolgt in der Regel unter gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen. Die Basler „Giftmüll-Konvention“ (Basler Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung von 1989, Anm. d. Red.) hat zwar zu einer schärferen Regulierung des Geschäfts geführt, aber auch zu Umgehungsstrategien: Einiges wird heute nicht mehr als Schrott, sondern als gebrauchte oder reparaturbedürftige Waren und sogar als Spendengüter exportiert, auch wenn sie nach kurzer Zeit endgültig unbrauchbar werden und sich in Müll verwandeln.13

Während man im reichen Westen in Anbetracht der wachsenden Müllberge nun verzweifelt nach Lösungen sucht, sieht es im globalen Süden oft noch weit schlimmer aus, vor allem dort, wo es keine funktionierende Müllabfuhr gibt – obwohl die Menschen im Süden weit eher gewohnt sind, Dinge möglichst lange zu nutzen oder auf neue Art zu verwenden. Der Verkauf von Altpapier, Schrott und Kleidung ist ein etablierter Geschäftszweig des informellen Sektors, auch wenn pro Haushalt weit geringere Mengen anfallen: In Südasien und Subsahara-Afrika werden pro Kopf und Jahr nur sechs bis elf Kilo Nahrungsmittel weggeworfen, in Europa und in den USA sind es 95 bzw. 115 Kilo.

Das Hauptproblem ist das billige Zeug, mit dem niemand etwas anfangen kann. Den größten Beitrag zur Plastikverseuchung der Wasserwege leisten asiatische Länder, wo Deponien oft an Flussufern angelegt werden. Natürlich nehmen die Menschen wahr, was das Plastik ihrer Umwelt antut. Sie haben bloß keine andere Wahl.

Verstreute Signalfeuer. Wir freuen uns, wenn der indische Bundesstaat Sikkim Plastiktragetaschen verbietet oder das Maya-Dorf San Pedro La Laguna in Guatemala darüber hinaus auch Plastikhalme und Styroporbehälter verbannt. Wir blicken mit Sympathie auf kreative Menschen, die sich mit Upcycling befassen, obwohl wir wissen, dass damit nur wenig bewegt wird. Mit skeptischem Interesse begegnen wir Berichten über biotechnische „Lösungen“, darunter Raupen, die angeblich Plastik essen, chinesische Agrounternehmen, die Schaben mit Nahrungsmittelabfällen mästen, um sie dann als Kraftfutter für Schweine zu nutzen, oder über den indischen Wissenschaftler, der Asphalt mit Plastik vermischt …

Wir ärgern uns aber zunehmend, wenn wir zu unfreiwilligen Handlangern noch größerer Verschwendung gemacht werden. Eine über soziale Medien organisierte Kampagne zwang das britische Unternehmen Walkers im Vorjahr dazu, eine Lösung für die Wiederverwertung seiner Kartoffelchips-Verpackungen zu entwickeln. Diese Art des Aktivismus könnte Schule machen, und die Hersteller von Einwegverpackungen reagieren besorgt.

Langfristig kommt es jedoch darauf an, Widerstand gegen das herrschende Wirtschaftssystem zu leisten, aus seinen Tretmühlen und Hamsterrädern auszubrechen. „One planet living“ – Leben mit den natürlichen Grenzen unseres Planeten – „bedeutet, nicht nur zu versuchen, den eigenen Konsum zu reduzieren, sondern auch gegen das System aufzustehen, das diese große Abfallflut verantwortet“, so der Umweltaktivist und Journalist George Monbiot im britischen Guardian. „Es bedeutet, gegen die Macht der Konzerne zu kämpfen, sich in die Politik einzumischen und das wachstumsabhängige, weltverbrauchende System in Frage zu stellen, das wir Kapitalismus nennen.“14

Wagen wir es, uns ein Wirtschaftssystem vorzustellen, in dem die Produktion einer demokratischen Kontrolle unterliegt, damit wir nur das herstellen, was wir brauchen, auf nachhaltige Weise, anstelle der immer ausgeklügelteren Produktzyklen der Unternehmen mit ihren verheerenden Auswirkungen?

Wir müssen uns zweierlei bewusst machen: Die übermäßige Abfallproduktion ist ein schockierender Verlust von Ressourcen auf Kosten unserer Umwelt. Und sie wird organisiert vom System, in dem wir leben.

1 Will McCallum: How to give up plastic, Penguin Life, 2018 bzw. Wie wir Plastik vermeiden, Ullstein 2018

2 Drowning in plastic, BBC One, 1. Oktober 2018.

3 Erik Solheim, „The missing science“, UN environment, 4. Juni 2018; www.unenvironment.org/news-and-stories/story/missing-science-could-our-addiction-plastic-be-poisoning-us

4 www.breakfreefromplastic.org/infographics/

5 UNEP, Single-Use Plastics: A Roadmap for Sustainability, 2018; wedocs.unep.org/bitstream/handle/20.500.11822/25496/singleUsePlastic_sustainability.pdf?isAllowed=y&sequence=1

6 Matt Wilkins, „More recycling won’t save plastic pollution“, Scientific American, 6. Juli 2018; blogs.scientificamerican.com/observations/more-recycling-wont-solve-plastic-pollution/

7 Max Liboiron, „Recycling as a crisis of meaning“, Discard Studies, 20. September 2012; discardstudies.com/2012/09/20/recycling-as-a-crisis-of-meaning/

8 World Bank Group, What a Waste 2.0, 2018

9 „The LED quandary: why there’s no such thing as ‚built to last‘“, The New Yorker, 14. Juli 2016; www.newyorker.com/business/currency/the-l-e-d-quandary-why-theres-no-such-thing-as-built-to-last

10 Die Energieeinsparung durch Recycling beträgt bei Aluminium 95%, bei Kunststoffen 85%, bei Papier 50% und bei Glas 40%. Jenny Downes, „We can’t recycle our way to ‚zero waste‘“, The Conversation, 4. Juni 2017; theconversation.com/we-cant-recycle-our-way-to-zero-waste-78598

11 ABC „Four Corners“ vom 5. September 2017; www.abc.net.au/news/2017-08-07/recycling-companies-forced-to-stockpile-glass-industry-crisis/8778088

12 Mark Solomons, „Duped at the dump“, 26. Februar 2018; www.smh.com.au/national/duped-at-the-dump-recycling-rort-as-the-truth-is-buried-20180219-p4z0v7.html

13 UNU, ITU and ISWA, The Global E-waste Monitor 2017; www.researchgate.net/publication/321797215_The_Global_E-waste_Monitor_2017_Quantities_Flows_and_Resources

14 „We won’t save the Earth with a better kind of disposable coffee cup“, The Guardian, 6. September 2018; www.theguardian.com/commentisfree/2018/sep/06/save-earth-disposable-coffee-cup-green

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