„Seit Ruanda suche ich mir andere Themen“

Der Genozid in Ruanda jährt sich heuer zum 25. Mal. Der deutsche Fotograf Guenay Ulutuncok dokumentierte damals die Schrecken mit seiner Kamera.

Herr Ulutuncok, Sie haben sich 1994 und danach längere Zeit als Fotograf in Ruanda aufgehalten. Wie kam es dazu?Als Fotojournalist in Afrika konnte ich das Geschehen in Ruanda nicht ignorieren. Ich war damals in Uganda. Von dort aus bin ich mit einem Mietwagen und einem Passierschein der Ruandischen Patriotischen Front, die damals das Land kontrollierte, nach Ruanda gereist. Es war unheimlich. Das Land war fast leer. In manchen Häusern standen die Türen halb offen. Blutspuren waren zu sehen. Ich war froh, als ich im SOS-Kinderdorf in der Hauptstadt Kigali angekommen war.Der Flughafen war in dieser Zeit geschlossen. Die Infrastruktur war komplett...

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