Sklaverei ist...

Aus internationalen Vereinbarungen

Völkerbund, 1926:
Das Übereinkommen definiert Sklaverei als „Zustand oder Stellung einer Person, an der die mit dem Eigentumsrecht verbundenen Befugnisse oder einzelne davon ausgeübt werden“.
Sklavenhandel „umfasst jeden Akt der Festnahme, des Erwerbs und der Abtretung einer Person, in der Absicht, sie in den Zustand der Sklaverei zu versetzen“.
Es verpflichtet die unterzeichnenden Staaten, „den Sklavenhandel zu verhindern und zu unterdrücken“ und „auf die vollständige Abschaffung der Sklaverei in allen ihren Formen hinzuarbeiten“.
Im Sinne dieser Vereinbarung kann man einfach ausgedrückt auch sagen: Sklave/Sklavin ist, wer mindestens einem anderen Menschen unterworfen ist, der ihm die Freiheit raubt und ihn nicht besser behandelt als ein Tier. Sklaverei ist die totale Kontrolle eines Menschen durch eine oder mehrere andere Personen zum Zweck ihrer ökonomischen oder sexuellen Ausbeutung.
Quelle: „Sklaven. Zwischen Krieg und Elend“,
von Marie A. Combesque, Elefantenpress 2000.

Vereinte Nationen, 1953:
Das Übereinkommen des Völkerbundes von 1926 wird von den Vereinten Nationen übernommen.

Vereinte Nationen, 1956:
Ein Zusatzübereinkommen erklärt die Schuldknechtschaft, die Leibeigenschaft und den Verkauf oder die Vergabe von Personen wie Frauen und Kinder als sklavereiähnliche Praktiken und verpflichtet zu sofortigen Maßnahmen, diese abzuschaffen. Sklavenhandel wird als Verbrechen deklariert, und es wird zu schwerer Strafe aufgerufen.

Vereinte Nationen, 1948:
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte:
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“
„Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen Formen verboten.“

Zwangsarbeit ist ...
Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) beschreibt darunter in verschiedenen Übereinkommen folgende Phänomene:
1) durch den Staat auferlegte Zwangsarbeit: etwa beim Militär, als Gefangene und in Zwangsarbeitslagern, Teilnahmepflicht an öffentlichen Arbeiten
2) durch private Akteure auferlegte Zwangsarbeit zur kommerziellen sexuellen Ausbeutung
3) durch private Akteure auferlegte Zwangsarbeit zur Ausbeutung der Arbeitskraft: z.B. Schuldknechtschaft, Zwangsarbeit im Haushalt, in der Landwirtschaft usw.

nach oben

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen