Die Redaktion empfiehlt

Spielerisch Gesellschaft verändern

Beim „Gesellschafts-Spiel“ geht es um soziales und kreatives Engagement, und man lernt etwas zum Thema Grundeinkommen.

Nicht nur Eskapismus: Beim „Gesellschafts- Spiel“ packen alle gemeinsam für ein besseres Miteinander an.

Wer kennt sie nicht, die Spielabende im Kreise der Lieben, die im Streit enden: „Du hast nicht fair gespielt!“ Aus Spiel wird da mitunter dann manchmal auch Ernst.

Mit dem „Gesellschafts-Spiel“ ist das Risiko für ein soziales Debakel im Wohnzimmer eher gering. Denn, Nomen est Omen, es geht um Gesellschaft, Zusammenarbeit und, ja, eine bessere Welt.

Das fängt schon damit an, dass es zwei Spielbretter gibt: Eines für die eigene Figur auf dem Weg zu einem sozialeren, kreativeren Bürger bzw. zu einer solchen Bürgerin, und auf der anderen Seite ein Brett als „Gesellschaftspfad“.

Ausgerüstet mit einem Grundeinkommen muss jede Spielerin und jeder Spieler Aktionen setzen, die zufällig zugewiesene Karten vorgeben. Gefragt sind soziale Aufgaben wie eine Schule für Geflüchtete gründen, vergessene Kulturtechniken wiederentdecken oder ein Geschäft eröffnen, dass Lebensmittel verpackungsfrei anbietet.

Am flexibelsten sind beim „Gesellschafts-Spiel“ jene SpielerInnen, die das Grundeinkommen beziehen und daneben noch keinem anderen Engagement nachgehen. Sie können ihre gesamte Zeit den sozialen Aktionen widmen – und dadurch schneller gewinnen. Denn das Spiel ist zu Ende, wenn ein Spieler oder eine Spielerin alle Aktionen durchgeführt hat. Oder wenn die am Anfang des Spiels festgelegten Gesellschaftsziele erreicht wurden.

Geschafft! Nach 60 bis 90 Minuten Spielzeit ist die Gesellschaft also ein Stück weit vielfältiger. Die MitspielerInnen wohl auch: Durch die Spielschritte und die Informationen, die das Spiel mitliefert, lernt man dazu. Aspekte gesellschaftlicher Diskurse, die man in vielen Fällen nur vom Hörensagen kennt, werden begreif- und erlebbar.

„Das Gesellschafts-Spiel“ ist also auch ein unterhaltsames Bildungsprojekt, empfohlen für Menschen ab zwölf Jahren. Die Bereitschaft zu den Themen muss bei den SpielerInnen allerdings schon gegeben sein. Wer den klassischen Wettkampf auf dem Spielbrett sucht, bleibt lieber bei „Mensch ärgere Dich nicht“, Streitpotenzial inklusive.    sol

www.das-gesellschafts-spiel.de

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