Sprechen wir über Sprache

Von Christina Schröder · · 2022/Sep-Okt

Laut dem UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR hat im Mai die jährliche Zahl der vertriebenen oder geflüchteten Menschen zum ersten Mal in der Geschichte 100 Millionen überschritten. Rund die Hälfte musste wegen Kriegen und anderen gewalttätigen Konflikten ihr Heimatland verlassen.

Für viele bedeutet das auch den Verlust der Muttersprache als Kommunikationsmittel im Alltag bzw. bei der Arbeit.

Natürlich lassen sich Fremdsprachen oftmals relativ rasch so weit erlernen, um damit irgendwie über die Runden zu kommen. Aber wer Deutsch lernt und einen Job sucht, weiß, wie hoch die Ansprüche meist sind in punkto Sprache. Wie oft liest man: „Perfekte Deutschkenntnisse erforderlich.“ Wie viele Menschen können diese vorweisen, inklusive Alteingesessener?

Ja, in manchen Bereichen sind sie sicher nötig. Oft aber ist es zweifelsohne eine Einstellungssache der Arbeitgeber*innen, denn in machen Berufen würden wohl auch Basisdeutschkenntnisse ausreichen. Mitunter wird die Sprache zur Barriere gemacht, zum Ausschlusskriterium. Dabei ist es wichtig, in der Arbeit, wie im Alltag, die Sprache üben zu können, um besser zu werden.

Das Leben sei zu kurz, um Deutsch zu lernen, sagen viele, die es mühsam erlernen. Unterstützen wir sie: Fördern wir lebenslanges Lernen, zeigen wir uns in Sachen Sprachkompetenz flexibler und offener – für Vielfalt, Zusammenleben, und im Endeffekt für unsere Gesellschaft.

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