Stärken und Schwächen

von internationalen Fischereiabkommen in den 90-iger Jahren

UN Global Driftnet Moratorium, 1991

Stärke: Von der UN-Vollversammlung verabschiedet, hat es der Verwendung von Treibnetzen weltweit eine Ende bereitet.

Schwäche: Durch den Wegfall dieser Fangmethode sind die Fischer auf andere zerstörerische Techniken ausgewichen, die häufig eine ähnlich schädliche Auswirkung auf das natürliche Meeresleben zur Folge haben.

Oceans Chapter 17, Agenda 21, Earth Summit 1992

Stärke: benennt eine nachhaltige Nutzung der Fischbestände und eine Erhaltung der Ressourcen und Lebensräume als Ziel.

Schwäche: keine klar festgelegten Verpflichtungen.

Food and Agriculture Organisation High Seas Fishing Vessel Compliance Agrreement, 1993

Stärke: international bindendes Abkommen für alle Länder, deren Fangflotten in der Hochsee fischen. Die Länder müssen Kontrolle und Transparenz ihrer Aktivitäten gewährleisten.

Schwäche: noch nicht in Kraft, da erst 12 von 25 Nationen das Abkommen ratifiziert haben.

UN Convention on the Law of the Sea (1994 in Kraft getreten)

Stärke: weltweites Abkommen, das von 130 Nationen ratifiziert wurde und einen umfassenden Rahmen für die Nutzung und Erhaltung der Weltmeere darstellt.

Schwäche: nur schwache Verpflichtungen zu Erhaltungsmaßnahmen.

Food and Agriculture Organization Code of Conduct für Responsible Fisheries, 1995

Stärke: Über 60 Fischerei-Nationen haben dem Papier zugestimmt; legt Prinzipien für eine nachhaltige Fischereiwirtschaft und Schutz fest.

Schwäche: auf Grund der Freiwilligkeit keine Sanktionsmöglichkeiten; nationale Unterstützung wird nicht erwähnt.

UN Agreement on Straddling Fish Stocks and Highly Migratory Fish Stocks, 1995

Stärke: Das Abkommen bezüglich grenzüberschreitende und weit umherziehende Fischbestände beinhaltet das Prinzip der Vorbeugung; es legt eine bindende Vorgangsweise für den Streitfall fest.

Schwäche: noch nicht in Kraft, da erst von vier der zwanzig wichtigsten Fischfangnationen unterzeichnet.

(Quelle: Worldwatch Institute)

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