Stereotypen, Manipulationen und „Fails“ auf der Spur

Von Redaktion ·

Medienwatchblogs TMB & Kobuk

Medien haben Macht. Aber was, wenn JournalistInnen etwas übersehen oder zu einseitig recherchieren? In Österreich gibt es mittlerweile zwei Korrektive, in denen engagierte, ehrenamtlich arbeitende Teams Medien auf die Finger schauen: Die Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung (TMB) observiert aus der Perspektive der Kultur- und Sozialanthropologie. Die TMB reagiert auf Stereotype und Falschinformationen in Artikeln und Beiträgen über „fremde“ Personen, Gesellschaften oder Religionen mittels LeserInnenbriefen und Gastkommentaren. Die Gruppe, die vor allem aus WissenschaftlerInnen besteht, kämpft gegen die Exotisierung von Regionen und Menschen, nicht zuletzt des globalen Südens.

Kobuk ist ein Medienwatchblog von Publizistik-Studierenden der Universität Wien, die Tätigkeiten sind in eine Lehrveranstaltung eingebunden. Aufrüttelnd sind vor allem die von Kobuk aufgedeckten Praktiken der österreichischen Boulevardmedien. Der Blog zeigt etwa regelmäßig, wie Fotos manipuliert werden, um die Aussage von Artikeln zu verstärken.

Passend zum Namen findet sich auf dem Blog auch immer wieder etwas zum Schmunzeln: „Kobuk“ war ein 1951 von Helmut Qualtinger erfundener „Eskimo-Autor“. Die Wiener Zeitungsredaktionen fielen auf die Zeitungsente des Schriftstellers und Kabarettisten herein. Sie kündigten einen Besuch Kobuks an, ohne nachzurecherchieren; eine ganze Schar JournalistInnen erwartete die Ankunft des „Eskimo-Autors“ am Westbahnhof. Aus dem Zug stieg nur Qualtinger – und hatte sicher seinen Spaß. 
www.univie.ac.at/tmb
www.kobuk.at

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