Stimmen aus dem Off

www.globalvoicesonline.org

Von Richard Solder
Vom Bangladesch- Artikel zum Thema Bürgermedien: Auf der Global Voices- Website klicken sich UserInnen durch internationale Berichte und aktuelle Themen.

Genug von den Mainstream-Medien im Internet? Keine Lust mehr, dieselbe (im besten Fall redaktionell bearbeitete) Agenturmeldung auf verschiedenen Online-Versionen von Zeitungen zu lesen? Das World Wide Web bietet Möglichkeiten, an alternative Quellen von Nachrichten zu kommen: www.globalvoicesonline.org ist eine davon. Dabei handelt es sich um ein internationales Netzwerk von Bloggerinnen und Bloggern, Bürgerjournalistinnen und -journalisten, die aus allen Ecken der Welt berichten. Global Voices zielt nicht auf Gewinn ab. Das Projekt wurde zwar an der Harvard Universität in den USA gestartet, die Inhalte sind aber keineswegs nur auf den „Westen“ fokussiert. Im Gegenteil: Ob ein Artikel über die Debatte zur Homo-Ehe in Elfenbeinküste oder ein Blog-Eintrag mit Fotos von Demonstrationen für Arbeitsrechte in Südostasien – Themen und Länder sind bunt gemischt.

Das 2004 gegründete Netzwerk umfasst mittlerweile 300 BloggerInnen und ÜbersetzerInnen. In über 20 Sprachen werden Inhalte angeboten. Es existiert auch eine Seite auf Deutsch, wobei die englische Version reichhaltiger ist.

AutorInnen bietet Global Voices ein internationales Forum. Auch bekanntere BloggerInnen wie Rosebell Kagumire aus Uganda, so etwas wie das Aushängeschild der Blogger-Szene aus dem Süden, nutzen die Plattform.

Die Beitragenden arbeiten ehrenamtlich, manche sind keine Medien-Profis. NutzerInnen müssen daher im Hinterkopf behalten, dass über das eine oder andere Thema gar nicht oder unvollständig berichtet wird.

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