Südafrika und Kuba im Mittelpunkt

Von Die Redaktion ·

Wespennest looks South

Die renommierte österreichische Literaturzeitschrift „Wespennest“ lud in einer ihrer letzten Nummern (Nr.122, März) vier südafrikanische Autoren zu einem Rück- und Ausblick auf die soziale und politische Lage im Land am Kap der Guten Hoffnung ein. Der durch Auftritte in Österreich auch hierzulande schon bekannte Lyriker und Performancekünstler Lesego Rampolokeng setzt sich ironisch-kritisch mit der Gegenwart auseinander, der Schriftsteller Mike Nicol schreibt über das Phänomen der Gewalt und die beiden Autoren Keorapetse W. Kgositsile und Ahmed Essop versuchen einen Überblick darüber, was die sieben Jahre seit Aufhebung der Apartheid Südafrika gebracht haben.

Das darauf folgende Heft (Nr.123, Juni) widmet seinen Schwerpunkt der viel geliebten und viel geschmähten Antilleninsel. Die meisten der hier vertretenen AutorInnen haben – mit Ausnahme von Reina María Rodríguez und Abilio Estévez – Kuba bereits verlassen: Jesús Díaz, Rogelio Saunders – der einige Zeit als Gast der Stadt Salzburg in der Mozartstadt lebte –, Rolando Sánchez Mejías, José Kozer.

Der Schwerpunkt der hier präsentierten Texte liegt auf der literarischen Qualität, nur im Interview mit Jesús Díaz wird die Enttäuschung über die realsozialistische Gegenwart Kubas zum Thema.

„Wespennest“ ist im guten Buchhandel erhältlich; jedes Heft umfasst 120 Seiten im Großformat (öS 140,–).

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