The Voice of Body and Soul

Von Kristina Friedrich
Die Musikerin und Sängerin Ida Kelarova ist halb Romni und halb Tschechin. Sie empfindet ihr Leben als eine Brücke zwischen diesen Kulturen. Seit über 20 Jahren ist sie auf Konzerten und Festivals zu Gast, von New York bis in die Mongolei, und sie gibt überall in Europa Sing-Workshops, genannt „The Voice of Body and Soul“. Dabei lernen Gadsche Roma-Lieder zu singen, ohne ein Wort vom Text zu verstehen. Die Musik selbst drückt alles Wichtige aus: Liebe, Trauer, Angst, Wut, Freude. An einem einzigen Wochenende vermittelt Ida Kelarova den TeilnehmerInnen Zugang zu verschütteten Gefühlen. Auf diese Weise Gleichgewicht ins Leben zu bringen
ist etwas, das wir von der Roma-Kultur lernen können.
Mit dem Geld, das Kelarova in den Workshops verdient, finanziert sie in ihrer Heimat ihr anderes wichtiges Anliegen: der Kultur der Roma neue Perspektiven zu ermöglichen. 1998 gründete sie die NGO MIRET, deren Ziel es ist, durch weit gesteckte soziale und kulturelle Aktivitäten die Roma-Minderheit in die tschechische Gesellschaft zu integrieren und in dieser wiederum Vorurteile abzubauen. Ihrer Meinung nach hat jede Kultur etwas, das der anderen fehlt.
Seit vielen Jahren unterhält Kelarova die International School for the Human Voice, und seit dem Jahr 2000 veranstaltet sie im Sommer das Gypsy Celebration Festival in Prag. Parallel dazu findet das Sommerferienlager für Kinder aus Waisenhäusern oder prekären sozialen Verhältnissen statt.
Finanziert wird es unter anderem durch Auftritte des von Ida Kelarova aus TeilnehmerInnen ihrer Workshops gegründeten Chors.

Die Autorin hat in Ried im Innkreis bereits drei Workshops mit Ida Kelarova organisiert.

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