Tod eines realistischen Optimisten

Einer der meist gelesenen Autoren-Journalisten, Ryszard Kapu´sci´nski, starb am 23. Jänner in seiner Heimatstadt Warschau.

Von WeH
Kapuscinski sei jemand, der seine Leserschaft „auf die Gipfel und in die Abgründe der Conditio Humana begleitet“, lobte André Heller den polnischen Journalisten und Schriftsteller in seiner Laudatio, als dieser in Wien den Bruno-Kreisky-Preis 2003 entgegennahm. Tatsächlich hat der legendäre Journalist mit seinen Reportagen aus Afrika, von wo er schon in den 1960er Jahren berichtete, Asien und Lateinamerika Millionen von LeserInnen durch die Höhen und Tiefen menschlicher Existenz geführt, exemplarisch dargestellt an den Sternstunden der jüngeren Geschichte. Er erlebte 27 Revolutionen, mehrere Kriege – und überlebte Malaria, Tuberkulose und Skorpionbisse.
Mit seinen mehr als 20 Büchern, die in 30 Sprachen übersetzt wurden, hat sich Kapu´sci´nski weltweit eine euphorische Lesergemeinde geschaffen. Diese wird dem unermüdlichen Berichterstatter auch weiterhin treu bleiben. Sein Lebensresümée fasste Kapu´sci´nski bei seinem Wienbesuch kurz zusammen: „Die Situation auf der Welt ist positiv.“

Vgl. SÜDWIND-Interview in Nr. 7-8/04 und Seite 39 in diesem Heft.

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