Triumph der Menschenrechte

Keine „Reizwäsche“ mehr aus Burma (Myanmar): Die Firma Triumph zieht sich zurück, die Clean Clothes-Kampagne triumphiert.

Im Laufe des vergangenen Jahres schlossen sich immer mehr europäische Länder der von der Schweizer Clean Clothes-Kampagne (CCK) initiierten Aktion gegen den renommierten Unterwäsche-Hersteller Triumph International an – darunter auch die österreichische Kampagne. Das Traditionsunternehmen lässt seit Jahren in dem von einer Militärdiktatur geknebelten asiatischen Land produzieren, auf einem von der Armee gemieteten Fabriksgelände. Internationale Appelle, sich zurückzuziehen, verhallten ergebnislos.

Es war das erste Mal, dass die CCK ein Unternehmen aufforderte, sich aus einem Land zurückzuziehen. Bei dieser Vorgehensweise stützt sie sich auf Forderungen der burmesischen Opposition und des exilierten Gewerkschaftsdachverbandes FTUB.
Friedensnobelpreisträgerin Aung San Su Kyi, die Führerin der oppositionellen Kräfte Burmas: „Bis wir nicht ein politisches System haben, das den Rechtsstaat und demokratische Institutionen garantiert, wird keine Finanzhilfe und keine Investition unserem Volk nützen.“
Ende Jänner gab die Firmenleitung von Triumph International AG bekannt, den Produktionsstandort Burma wegen der dortigen Missachtung von Menschenrechten und fortdauernder Zwangsarbeit aufzugeben. Die CCK fordert nun, dass Triumph ihren Verhaltenskodex vollständig übernimmt.

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