Trommeln für den Frieden

Die Gruppe "Batimbo" begeisterte auch in Österreich.

Von Lydia Matzka
Eigentlich hätte die burundische Gruppe "Batimbo" bei der EXPO 2000 in Hannover auftreten sollen. Jedoch kam alles ganz anders: Deutschland brach die diplomatischen Beziehungen mit Burundi ab. Somit gab es auch kein Geld mehr für "Batimbos" Auftritt.

Der Traum von einer Reise nach Europa platzte deshalb aber nicht. Die deutsche NGO "freie Lebensstudien gemeinnützige GmbH Schloss Altenburg" ermöglichte es, dass "Batimbo" doch noch nach Deutschland kam. Sie finanzierten die CD-Aufnahme in Deutschland und die Kosten für die Tournee vor.

Bei "Batimbo" trommeln Hutu und Tutsi gemeinsam. Familien, die die alten Traditionen der sakralen Trommeln gehütet hatten, wurden "Batimbo" genannt. Heute wird die Trommel als Volksinstrument weiter verehrt.

"Batimbo" traten in Deutschland, Spanien, Belgien und kürzlich in Österreich auf. Die Trommler aus Burundi kamen beim Publikum gut an, so dass die entstandenen Kosten durch den Verkauf von CDs und Eintrittskarten gedeckt werden konnten.

In Österreich organisierte "Kulturen in Bewegung/vidc" die Tour, unterstützt vom Informationsbüro der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (IKP) und von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium. "Wir wollen auch in Zukunft im Kultur- und Kunstbereich stärker mit Burundi kooperieren", sagt Horst Watzl von "Kulturen in Bewegung/vidc". Es ist geplant, dass "Batimbo" nächstes Jahr wieder in Österreich auftritt.

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