Troubles in Mali

Von Werner Leiss

Es wäre ja auch möglich gewesen, in den USA, Europa und Australien an anderen Projekten zu basteln. Aber dann hätte sich das Album wohl nicht „Troubles“ genannt. So krisengeschüttelt kann Mali offenbar gar nicht sein, dass sich nicht ein paar Weiße mit ihren Gitarren trotzdem auf den Weg machen.

So geschehen im September 2012, als sich die Mitglieder der Band Dirtmusic, namentlich Chris Eckman (The Walkabouts) und Hugo Race (True Spirit, Fatalists), ohne fertige Songs, lediglich mit ein paar Fragmenten und einem Haufen Ideen im Kopf in Bamako eingefunden haben. So ganz von ungefähr kam die Reise freilich nicht, sind die Musiker, die ursprünglich einem eher düsteren Folk-Rock nachgehangen sind, doch schon beim legendären Festival au Désert aufgetreten und haben sich dort nachhaltig mit den Musiktraditionen Malis infiziert. Die Troubles lassen sich ohnehin denken, bleibt die Musik. Diese ist dank der fabelhaften Rhythmus-Truppe, bestehend aus Bwa-Musikern, nämlich weitgehend gelungen. Die Kollaboration erzeugt eine durchaus vibrierende Atmosphäre. Samba Touré und Ben Zabo wirken auch mit.    

Dirtmusic
Troubles
Glitterbeat, Vertrieb: Hoanzl

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