Ursprünglich und hypnotisch

Von Werner Leiss

Jajouka ist der Name eines kleinen Rif-Dorfes im Norden von Marokko, 150 Kilometer südlich von Tanger. Und eben dort ist auch seit langer Zeit das Ensemble The Master Musicians Of Jajouka beheimatet. Inspiriert vom US-amerikanischen Schriftsteller Paul Bowles, einem Guru der Beat-Generation, der an traditionellen Musikinstrumenten interessiert war, begab sich der Rolling Stones-Gitarrist Brian Jones auf dessen Spuren. Er verbrachte 1969 sein letztes Lebensjahr vorwiegend mit der Produktion des Albums „The Pipes Of Pan Of Jajouka“.

Bis heute ist die Ghaita, ein Blasinstrument mit doppeltem Rohrblatt, unverzichtbares Merkmal. Und auch die Guinbri ist dabei, ein heute typisch marokkanisches Instrument, eine Laute mit ein bis drei Saiten. Sie ist mit Haut überzogen und wird gleichzeitig auch als Trommel verwendet. Die Musiker spielen mit diesen und diversen anderen traditionellen Instrumenten unter der Leitung von Bachir Attar eine ursprüngliche, im Sufismus wurzelnde, hypnotische Musik. Die Aufnahmen entstanden im Dezember 2006 während der Dreharbeiten eines Films, wurden aber erst jetzt fertig gestellt und veröffentlicht.

The Master Musicians Of Jajouka
The Source
Le Son De Maquis, Vertrieb: Extraplatte

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