Víctor Casaus (Hg.): Selbstportrait Che Guevara

Ein ökonomisches Programm für eine gerechtere Welt

Von WeH
Übersetzt von Hans-Joachim Hartstein. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, 309 Seiten, davon zahlreiche Abbildungen, € 19,90

Über die „Ikone“ Che brauchen wir hier keine Worte mehr zu verlieren – und auch mindestens ein Bild von ihm hat jede und jeder von uns im Kopf gespeichert. Im vergangenen Jahr fand der bärtige Revoluzzler sogar Eingang in die niederösterreichische Landesausstellung über „Helden“.
Und immer noch erscheinen weitere Bücher über Che: die x-te Biographie, die Motorrad-Tagebücher, die Aufzeichnungen aus dem Kongo. Dass mir dieses bei Kiepenheuer & Witsch erschienene großformatige „Selbstportrait“ empfehlenswert erscheint, hat zwei Gründe: Einmal bringt es zahlreiche eigene Texte aus praktisch allen Lebensstationen des Che – politische und persönliche, Tagebuch- und Reisenotizen, Briefe, Interviews, ja sogar Gedichte – und zum Zweiten präsentiert es eine Vielzahl von Bildern aus dem Familienarchiv, die bisher noch nie veröffentlicht waren.
Das mit Sorgfalt, Respekt und Liebe zusammengestellte Buch zeigt uns in dieser geglückten Symbiose von Text und Bild den Che als leidenschaftlichen Verteidiger der Wahrheit, als nimmermüden Streiter gegen Ungerechtigkeit und Dogmatismus, für Solidarität und Gerechtigkeit. So wird es verständlich, wie diese facettenreiche und kreative Persönlichkeit zum positiven Helden des 20. Jahrhunderts werden konnte.
Erstaunlich und erfreulich der äußerst günstige Preis für dieses in jeder Hinsicht wertvolle Buch.

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